The Last Guardian: spielen, staunen, weinen

(First Facts)

von Redaktioneller Mitarbeiter (30. September 2010)

Was erwartet man von einem Spiel von Team ICO? Unendliche Melancholie, eine einzigartige Atmosphäre, bewegende Geschichten und tiefgreifende Emotionen - all das scheint uns mit The Last Guardian zu erwarten. Eine emotionale Bindung zwischen Kind und Tier - das kann doch nicht schief gehen, oder?

Die Grafik sieht genial aus.Die Grafik sieht genial aus.

Obwohl wir uns sicher sind, dass The Last Guardian durchaus auch seine traurigen Momente haben wird, vermittelt uns der neuste Trailer eher einen gegenteiligen Eindruck. Die Musik, die gezeigten Bilder, die gesamte Atmosphäre - alles macht einen ziemlich fröhlichen, unbeschwerten und melancholischen Eindruck. Und dennoch war das bisher gezeigte Material irgendwie besonders und einzigartig.

In The Last Guardian geht es um die Beziehung zwischen dem Tier Trico und dem (noch) unbekannten Jungen. Wirkliche Details zur Story sind nicht bekannt, da sich Team ICO und Entwicklerlegende Fumito Ueda bis zum Release zurückhalten möchten. Aber dank des neuen Materials von der Tokyo Game Show lassen sich endlich ein paar Fakten zusammenschreiben.

Trico und der kleine Junge - der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.Trico und der kleine Junge - der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

Kein trauriges Ende?

Um eine wirklich emotionale Reaktion beim Spieler hervorzurufen, wäre es nur logisch, wenn entweder Trico oder der kleine Junge am Ende des Spiels stirbt. Wir persönlich erwarten ähnliches, allerdings betont Ueda, dass sie nicht unbedingt ein sentimentales oder trauriges Ende haben wollen. In der derzeitigen Entwicklungsphase denkt man bei Team ICO über alle möglichen Enden nach. Wobei wir dennoch glauben, dass wir zu Tränen gerührt sein werden, wenn doch jemand Wichtiges sterben sollte.

Denn obwohl wir dies schon ahnen, erschaffen die Entwickler eine so melancholische und wunderschöne Welt, dass wir dies schnell vergessen und uns nur dem traumhaften Duo widmen. Und schon in den Trailern wurde dies deutlich: Die doch recht düstere Burg beziehungsweise Tempelanlage lässt nur wenig Licht herein, während draußen die Sonne strahlt und die bezaubernden Effekte deutlich werden. Gerade die Bewegungen und Animationen von Trico und dem kleinen Jungen suchen derzeit wohl auf der PS3 ihresgleichen - die Bewegungen des Fells, die tollpatschigen Spielversuche des kleinen Jungens mit Trico und die grellen Lichteffekte reizen die Konsole voll aus und faszinieren uns.

Zur Spielmechanik ist noch nicht wirklich viel bekannt.Zur Spielmechanik ist noch nicht wirklich viel bekannt.

Unberechenbar

Ein wesentlicher Bestandteil des Spiels ist die Interaktion mit dem Tier Trico. Das merkwürdig aussehende Wesen ist anscheinend eine Mischung aus Katze und Vogel. Im Laufe des Spiels wird sich zwischen dem kleinen Jungen und Trico eine liebenswürdige Beziehung entwickeln, die allerdings nicht zu Beginn so intensiv sein wird. Ueda betont, dass Trico ein Tier ist und somit immer ein wenig unberechenbar sein wird. Schön zu sehen: Anfangs faucht Trico den Jungen noch an, hat Angst und ist skeptisch, während ihr Trico im späteren Verlauf sogar füttern und mit ihm spielen könnt.

Dadurch wird sich eine Verbindung aufbauen, die wahre Freundschaft symbolisiert. Wie schon in den vorherigen Team-ICO-Spielen war es immer die Beziehung zu anderen Charakteren, die uns mitgerissen und zu Tränen gerührt haben. In Ico war es die süße Yorda, in Shadow of the Colossus das tote Mädchen und unser stolzes Pferd Agro. Kein zweiter Entwickler kann so mitreißende Schicksale zwischen verschiedenen Charakteren inszenieren.

Auch düstere Seiten hat The Last Guardian.Auch düstere Seiten hat The Last Guardian.

Emotionales Band

Wirklich viel zum eigentlichen Spielablauf ist allerdings nicht bekannt. Es ist von den Entwicklern gewollt, so wenig wie möglich vom Spiel und dem Gameplay zu verraten. Und das finden wir durchaus löblich, da bei anderen Titeln zur Ankündigung gleich drei Gameplay-Trailer veröffentlicht werden. In den aktuellen Trailern wird aber deutlich, dass durchaus auch gekämpft und gerätselt wird. Der kleine Junge verschiebt Dinge in den Levels, um für Trico den Weg frei zu machen und Trico selber haut mit seinen Pranken merkwürdige Schattenwesen zu schattigem Brei.

Zudem wird es sich veränderbare Levels geben, die sich euren Entscheidungen anpassen. Das wirkt sich sowohl auf die Rätsel als auch auf die Erkundung auf - solltet ihr The Last Guardian also zwei Mal durchspielen, erlebt ihr zumindest spielerisch nicht exakt die gleichen Inhalte.

Ein weiterer interessanter Aspekt ist die Verknüpfung des Spiels mit Shadow of the Colossus. Derzeit überlegt man bei Team ICO, ob die Welt von The Last Guardian inhaltlich mit der von Shadow of the Colossus und ICO verknüpft sein soll. Wer weiß, vielleicht haben alle drei Charaktere eine Gemeinsamkeit, die uns in diesem Spiel gezeigt wird. So könnten Ueda und sein Team eine emotionale Bindung zwischen allen drei Spielen ziehen.

Die Fakten:

  • Mittelpunkt des Spiels ist die Beziehung zwischen Trico und dem Jungen
  • die Freundschaft wird sich erst langsam aufbauen
  • dynamisch veränderbare Levels
  • 3D-Support derzeit noch nicht sicher
  • Rätsel und Kämpfe sind auch dabei
  • melancholische Atmosphäre
  • Verknüpfung zwischen vorherigen Team-ICO-Spielen möglich

Meinung von Redaktioneller Mitarbeiter

Obwohl ich nicht viel über The Last Guardian weiß, ist mir das, was ich weiß, eigentlich schon genug. Zu einigen Titeln will ich nicht schon vorher anhand von tausend Gameplay-Trailern alles Mögliche über das Spiel erfahren. Ich will nicht ständig wissen, wie genial die Spielmechaniken werden - ein einziges Mal will ich auch einfach unvorbereitet spielen. Und genau das empfiehlt sich auch bei The Last Guardian: Je weniger man weiß, desto atmosphärischer könnte es werden. Klar, die Beziehung zwischen Trico und dem Jungen stehen im Vordergrund. Aber wie sieht es mit dem Kämpfen und Rätseln aus? Was erwartet mich am Ende? Wovon genau handelt die Geschichte?

All die Fragen möchte ich mir erst beantworten, wenn es Ende 2011 auf den Markt kommt und ich mich völlig der wunderschönen und melancholischen Welt von The Last Guardian hingebe.

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