Test
Colin McRae Rally 2005
Mit der "Colin Mc Rae" Reihe hat Codemasters nicht nur das Genre einer modernen Rallye-Simulation auf dem PC etabliert, sondern gleichzeitig mit ihrem Titel in diesem Genre den Maßstab für andere Rallye-Simulationen gesetzt. Derer sind in den letzten beiden Jahren etliche erschienen. Dennoch war zuletzt "Colin McRae 2004" weiterhin der Klassenprimus. Ob Codemasters den Genre-Thron behaupten kann oder sogar ihren Vorsprung ausbauen, könnt ihr im folgenden Test lesen. Von Daniel Frick
Neu: Motivierender Karriere-Modus
Nachdem ich Colin Mc Rae 4 "übersprungen" hatte, war ich auf die Ausgabe "2005" besonders gespannt. Viele Neuerungen fielen mir auf, vor allen Dingen Aspekte, die ich in der vorletzten Version vermisst hatte. Es stehen 2 grundsätzliche Spielmodi zur Verfügung. Entweder spielt man eine Meisterschaft als Colin Mc Rae, oder man startet eine eigene Karriere durch die unterschiedlichsten Rallye-Klassen, um schliesslich in der Diamant-Liga wieder auf den schottischen Rallye-Helden zu stossen. In beiden Spielmodi stehen 2 Schwierigkeitsgrade zur Auswahl, wobei die Meisterschaft als Colin Mc Rae schon wesentlich früher herausfordernd wird. In beiden Spielmodi, auch in der einfacheren Schwierigkeit, bekommt man jedoch nichts geschenkt. Von daher ist das Spiel eher was für Fortgeschrittene Insider, echte Rennspiel-Profis.
Neues Maß an Realismus
Besonders die Tatsache, dass es sich bei "Colin Mc Rae Rally 2005" um eine Rallyesimulation handelt, die durch hohen Realismus glänzt, macht den besonderen Reiz, aber auch das hohe Schwierigkeitsniveau aus. "Einfach losrasen" funktioniert nicht, nicht einmal in den niedrigeren Rallye-Ausscheidungen. Alles hat Auswirkungen im Spiel und so habe ich von den über 20 Stunden, die ich bis zum Ende meiner Karriere benötigt habe, einen guten Teil im Wartungsbereich meines jeweiligen Rennboliden verbracht, um die Feinabstimmung für die nächste Wertungsprüfung vorzunehmen. Je nach Strecke, Bodenbelag und Oberflächenbeschaffenheit des jeweiligen Abschnitts, gilt es, andere Reifen aufzuziehen, den Wagen tiefer zu legen, die Übersetzung anders einzustellen oder etliche andere Veränderungen am Wagen vorzunehmen. Die falsche Konfiguration im Rennen wirkt sich gnadenlos aus, der beste Indikator dafür sind die Beulen, die es dann auszubessern gilt und die Sekunden, die man auf seine Verfolger verloren hat. Das Schadensmodell tut sein übriges: Ist der Turbo hin, dann fährt die Kiste einfach zu lahm und ist die Aufhängung zu stark lädiert, zieht der Wagen zur Seite. Zudem fährt sich jeder der 29 Wagen völlig anders, besonders die Wagen mit Heckantrieb sind eine echte Herausforderung.
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