Vorschau Homefront: Multiplayer-Modus mischt die Shooter-Elite auf

von Philip Ulc (06. Oktober 2010)

Der Konflikt USA gegen die Invasionsmacht Nordkorea spitzt sich zu. Erstmals wurde der ambitionierte Multiplayer zum Ego-Shooter gezeigt - wir haben in London Probe gespielt.

Wie die Hühner auf der Stange - bei Homefront nehmen das Spielejournalisten gern in Kauf.Wie die Hühner auf der Stange - bei Homefront nehmen das Spielejournalisten gern in Kauf.

Mit Homefront nähert sich THQ's wichtigstes Zugpferd im laufenden Geschäftsjahr (geht bis März 2011) den Shooter-Fans. Nachdem bereits die Singlepayer-Kampagne in New York enthüllt wurde (wir berichteten), lud der amerikanische Hersteller nach London und zeigte dort erstmals den Multiplayer-Part. Dieser soll schlicht die Nummer Eins im Shooterbereich werden, Activisions Call of Duty - Modern Warfare 2 haben die Entwickler lautstark auf den zweiten Platz verwiesen. Ob das gelingt, bleibt abzuwarten - spätestens zum Release im März 2011 wissen wir mehr.

Die anspielbare Version war noch im Pre-Alpha-Status, also in technischer Hinsicht noch lange nicht fertig - die bemerkten Ruckler und gesehenen Grafikblitzer in diesem Stadium sind also völlig normal und sollten in der Verkaufsversion nicht mehr auftauchen. Mutig und gleichsam angenehm, dass THQ uns mit Homefront rund 90 Minuten allein ließ. Und die Spielzeit mit Homefront gegen zahlreiche Pressekollegen zeigte deutlich auf, wohin die Reise geht - und zwar ins gelobte Land geschmeidiger Kontrollen und weitläufiger Maps zwischen Modern Warfare 2 und Battlefield - Bad Company 2.

Die Explosionen sehen klasse aus, die Umgebung ist aber nicht komplett zerstörbar.Die Explosionen sehen klasse aus, die Umgebung ist aber nicht komplett zerstörbar.

Chaos mit K?!

Hinter Homefront steckt das amerikanische Studio Kaos, das durch die Desert Combat-Mod zu Battlefield 2 erstmals auf sich aufmerksam machte und spätestens durch den Multiplayer-Shooter Frontlines - Fuel of War aus dem Schatten von Hobby-Programmierern trat. Die Jungs kennen sich also aus im Multiplayer-Milieu. Aber wieso eigentlich so viel Aufhebens um ein paar Mehrspieler-Schlachten? Mittlerweile obligatorisch für moderne Shooter: eine fetziger Einspieler-Kampagne. Die allein hält aber nicht lange bei der Stange, wie das Beispiel Metro 2033 zeigte. Mit dem Mehrspieler-Modus steht und fällt daher die Langzeitmotivation eines heutigen Shooters.

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