Test Tribes - Vengeance

von Tim Ranft (19. November 2004)

Nach der katastrophalen Bug-Orgie, eingeläutet durch die Fortsetzung des bis dato beliebten ersten Teils der "Tribes"-Saga, sollten nun die Jungs von Irrational-Games mit dem neuerschienenen Titel "Tribes - Vengeance" die Serie wieder auf den richtigen Weg bringen. Ob und wie gut es ihnen gelungen ist, beantwortet unser kritischer Testbericht.

Tank in TaigaTank in Taiga

Worum geht´s?

Tribes - das heißt Stammesfehden bis zum letzten Mann. Selbst das seit Generationen vorherrschende Imperium muss aufpassen, dass es nicht zwischen die falschen Fronten gerät. Erzählt werden die Geschichten mehrerer Charaktere, deren Wege zwar zeitübergreifend miteinander verknüpft sind, jedoch letztendlich allesamt vom Spieler selbst erfolgreich beschritten werden müssen - kurz: man springt lustig von einer Hauptrolle in die Nächste. Mittels verschiedener Waffen, Rüstungen und eines sehr praktischen Jetpacks kämpft man sich fliegend, schiessend und schlitternd durch die unterschiedlichsten SciFi-Umgebungen, angefangen von engen Raumschiffkorridoren, über weitläufige Außenareale, bis hin zu Platz/Nutzen optimierten Wettkampfarenen. Bemannbare Geschützstellungen und Fahrzeuge stehen genauso zur Verfügung wie ein Online-Modus für Multiplayer-Spiele. Da man jedoch von den menschlichen Kontrahenten ohne Training schnell in 1000 Stücke zerlegt werden kann, ist man gut damit beraten, zumindest einmal das Solospiel zu durchlaufen.

Mori turi te salutantMori turi te salutant

Wie sieht´s aus?

Die Grafik des Spiels ist in sich so unterschiedlich wie die zwei Seiten einer Münze: die gute alte "Unreal"-Engine stellt nach wie vor ihre Stärken zur Schau; physikalische Berechnungen umherfliegender Objekt werden nach wie vor eindrucksvoll dargestellt und die enorme Weitsicht der gelungenen Aussenbereiche unterstreicht die Leistungsfähigkeit des Programms. Was die Texturen angeht hat man als Spieler jedoch den Eindruck, dass die Grafiker bei der Erstellung der Artworks irgendwelche Designerdrogen konsumiert haben müssen. Die Optik ist so kunterbunt, dass sie beinahe psychedelisch wirkt. Auch die 3D-Architektur hat ihre Schwächen: die Räumlichkeiten innerhalb von Sternenschiffen lassen teils ein klaustrophobisch anmutendes Gefühl der Beklommenheit aufkommen. Die 3D-Meshes der Spielfiguren gleichen mit ihren überdimensionierten Rüstungen eher einem Manga-Comic entsprungenem Cartoon-Helden als einem tatsächlich glaubwürdigen Protagonisten. Wer diesem Stil jedoch etwas abgewinnen kann, wird sicherlich sehr zufrieden sein.

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