Test WRC: Driften wie ein Weltmeister

von Moritz Hornung (13. Oktober 2010)

Nachdem selbst Traditionserien wie Colin McRae Richtung Zwischendurch-Rennspiel abdriften, fehlt es an echten Rallye-Simulationen. Die bekannte Weltmeisterschaft WRC wäre als Vorlage an sich optimal geeignet, um diese Lücke zu schließen. So ganz gelungen ist der Versuch nicht.

Anspruchsvolle Rallye-Fahrer nutzen die Cockpit-Ansicht.Anspruchsvolle Rallye-Fahrer nutzen die Cockpit-Ansicht.

Kaum haben wir F1 2010 getestet, flattert die nächste Umsetzung einer legendären Rennserie ins Haus: der FIA World Rally Championship. Nachdem der klassische Rallye-Sport in der Colin McRae-Reihe zur Randerscheinung degradiert wurde, war ein neues Lizenz-Spiel längst überfällig. Entwickelt hat es Milestone, die durch MotoGP, Superbike und Superstars V8 bereits auf einige Erfahrung mit der Umsetzung von Rennserien zurückgreifen können.

Die drei Buchstaben "WRC" im Titel trägt das Spiel völlig zu Recht: Alle Fahrzeuge, Fahrer und Beifahrer der Rennserie sind am Start, inklusive der Einsteigerklassen "Production Car", "Junior" und "Super 2000". Ebenso dürft ihr alle 13 Länder der Rallye-WM bereisen, allerdings nur auf 6 statt zum Teil über 30 Etappen pro Rennen im echten Sport. Die Strecken im Spiel sind daher nur lose an den Stil der offiziellen Routen angelehnt.

Mit Lackierungen und Sponsorenaufklebern bestimmt ihr den Look eures Teams.Mit Lackierungen und Sponsorenaufklebern bestimmt ihr den Look eures Teams.

Vom Junior zum Weltmeister

Im Karriere-Modus könnt ihr euch langsam an die anspruchsvolle Rallye-Welt herantasten. Ihr seid zunächst mit den schwächeren J-WRC-Autos auf relativ einfachen Etappen unterwegs. Erfüllt ihr bestimmte Ziele, klingelt die Kasse und euer Fahrerlevel steigt. Beides ermöglicht neue Rennen und schaltet Lackierungen und Sponsoren für euer Team frei. Der Bonus durch Sponsoren ist jedoch dürftig und eher ein optisches Gimmick. Mit der Zeit bahnt ihr euren Weg in die Oberliga - die WRC. Dieses Ziel und die vielen Belohnungen auf dem Weg dahin motivieren, selbst wenn die Karriere sonst eher fade ausfällt, vor allem verglichen mit Dirt 2.

Wer sofort in die WRC starten will, kann auch eine Meisterschaft, Einzel-Etappe oder -Rallye fahren und in die Haut der lizenzierten Piloten schlüpfen. Dank frei einstellbarer Gegnerstärke könnt ihr die Herausforderung an euer Fahrtalent anpassen. "Feindkontakt" gibt es keinen - nicht mal während der Super-Spezial-Etappen, in denen zwei Fahrer auf einem Rundkurs fahren. Alles wird hier über die reine Zeitwertung ausgetragen. Auch im Online-Modus, in dem die anderen Mitspieler als Geisterwagen dargestellt werden.

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