Test Medal of Honor: Krieg bis zur Schmerzgrenze

von Hauke Schweer (14. Oktober 2010)

Der Zweite Weltkrieg ist offenbar vorbei. Auch bei Medal of Honor. Wie der große Konkurrent Call of Duty verlegt es die Geschichte in die Gegenwart. Genauer gesagt nach Afghanistan. Politisch korrekt ist die Taliban-Hatz auf keinen Fall. Ob genug Spielspaß aufkommt, um das zu rechtfertigen?

Die Berge in Afghanistan sind aktiueller Kriegsschauplatz.Die Berge in Afghanistan sind aktiueller Kriegsschauplatz.

Zurück in die Gegenwart

Rache ist ein Leitmotiv, das sich durch die gesamten Menschheitsgeschichte zieht. Auge um Auge, Zahn um Zahn, dieser Grundsatz wird nicht erst seit biblischen Tagen angewendet. Rachegefühle wollen ausgelebt werden, denn die Zeit heilt zwar alle Wunden, aber mit einer Priese Genugtuung geht das meist schneller vonstatten. Was am 11. September 2001 passierte, wirkt sich noch immer auf die Tagespolitik aus, gerade in den Vereinigten Staaten. Jüngst entzündeten sich die New Yorker Gemüter an der Tatsache, dass auf dem Gelände des ehemaligen World Trade Centers eine Moschee errichtet werden soll. Clevere Integrationspolitik oder ein Schlag ins Gesicht einer Nation? Während in den USA demonstriert wird, fliegen in Afghanistan die Kugeln, Tanklaster explodieren, Menschen sterben - und Deutschland ist mittendrin.

Bei Treffern färbt sich der Bildschirm shootertypisch rot.Bei Treffern färbt sich der Bildschirm shootertypisch rot.

Die ersten Meter

Sämtliche Veröffentlichungen von Medal of Honor Airborne beschäftigten sich mit dem Thema Zweiter Weltkrieg. Doch jetzt schalten die Macher vom History Chanel auf CNN um, das Tagesgeschehen steht im fiktiven Mittelpunkt und so finden wir uns auf dem Beifahrersitz eines Pick-Up-Trucks, der sich nachts in Begleitung weiterer Fahrzeuge durch die Berglandschaft Afghanistans schlängelt. Der Funkverkehr wirkt angespannt aber ruhig, bis ein Ziegenhirte seine Tiere in einem Örtchen über die Straße treibt und den Convoi zum Stoppen zwingt. Blinder Alarm? Zumindest kurzfristig, doch auf einmal tauchen bewaffnete Kämpfer mit Turbanen auf, die das Feuer eröffnen. Unsere Autos explodieren und wir können uns nur knapp retten. Gemeinsam mit unseren Kameraden schlagen wir uns durch die engen Gassen und treffen immer wieder auf bewaffneten Widerstand.

Die ersten Meter dienen als Tutorial und während ihr von Deckung zu Deckung hastet, kommt die Atmosphäre zum Tragen. Die meisten Missionen spielt ihr als Fußsoldat im Ranger Bataillon oder als Mitglied der Tier-1 Elitetruppe. Während erstere sich immer in der Gruppe fortbewegen, schlagen letztere hochspezialisiert und auch gerne mal in Zweierteams oder alleine zu. Im Wettlauf um unser Leben nach dem Überfall fliegen nicht nur die Kugeln, sondern erste Unterschiede zu den renommierten Konkurrenten werden deutlich. Zwar gibt es penetrierbare Deckungen, die Umgebung lässt sich allerdings nicht so demontieren, wie es in Battlefield - Bad Company 2 der Fall ist - da hilft auch das dickste Kaliber nichts.

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