Test Medal of Honor - Seite 2

Die Elitesoldaten sind optisch leicht verändert gegenüber gewöhnlichen Rangern.Die Elitesoldaten sind optisch leicht verändert gegenüber gewöhnlichen Rangern.

Stärken und Tücken des Leveldesigns

Fast schon eine Genre-Krankheit bei gut erzählten Shootern sind die extrem vorgegebenen Wege auf den Karten, zu keinem Zeitpunkt hat man das Gefühl, sich frei bewegen zu können. Dafür sind die Level-Designer in der Lage, wie Filmregisseure Höheüunkte zu setzen. Immer wieder werdet ihr Zeuge atemberaubender oder auch schockierender Szenen. Und auch wenn die Kameraden immer Munition für den Spieler bereithalten, wird ein ausdauernder Großangriff der "Opposing Force", die in früheren Versionen noch offen Taliban hieß, auf unser eh schon erschöpften Trupp, zu einem wahren Feuerwerk an Albtraumszenen. In anderen Augenblicken funktionieren die automatisierten Prozesse allerdings nicht immer so wie gewünscht. Manchmal starten sie zu spät und ihr wundert euch einen Augenblick später über einen Raum voller regungsloser Figuren. Um so ärgerlicher wird es, wenn wichtige Sequenzen erst nach längerem Herumlaufen auslösen, nachdem wir genau den Punkt treffen, auf dem die Designer den Spieler haben wollen.

Nehmt Platz im Auto und ballert, was das Zeug hält.Nehmt Platz im Auto und ballert, was das Zeug hält.

Vom Ranger, zum Scharfschützen, zum Piloten

Dass die Entwickler bei Danger Close (Undying) ihr Handwerk verstehen, merkt man spätestens, wenn innerhalb einer Mission die Perspektive des Spielers wechselt. Als man erst mit einer Masse an Rangern in einen Hinterhalt gerät, dann nahtlos in die Rolle eines Tier-1 Scharfschützen wechselt und die Kameraden aus der Distanz rettet, beeindrucken diese Szenen definitiv. Mit den im Vorfeld angepriesenen Hubschrauberszenen überspannt man den Bogen allerdings beinahe. Ähnlich wie bei den Szenen im A130 Spectre Gunship aus Battlefield - Bad Company 2 , fliegt der Computer auf einer vorberechneten Route und wir dürfen mit den Bordsystemen aus vollen Rohren feuern. Das unterhält nur sehr kurze Zeit bevor Langeweile aufkommt.

Oft seid ihr mit KI-Kumpanen unterwegs.Oft seid ihr mit KI-Kumpanen unterwegs.

Schärfe der Waffen, Kürzung der deutschen Version

Egal ob zu Lande oder in der Luft, immer wieder darf man sich über die Wirkung der Waffen wundern. So zerreißen die Hellfires des Apache problemlos eine Mörserstellung, die ungelenkten Hydra-Raketen oder die Bordkanone schaffen dies jedoch nicht - reine Design-Willkür. Ließe sich darüber ob der wenigen Flugmissionen noch hinwegsehen, irritieren Schrotflinten um so mehr, die über gefühlte 100 Meter mit einem Schuss tödlich sind. Nichtsdestotrotz bringt der Einsatz von Sturm- und Scharfschützengewehren einfach Spaß, daran ändert auch die Tatsache nichts, dass in der deutschen Version die Ragdoll-Animationen bei Leichen gestrichen und die Darstellung von Kopftreffern entschärft wurden.

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