Test Stronghold 2

von Salome Schüle (16. Mai 2005)

Vor vier Jahren kam "Stronghold" in die Läden. Es war die bisher beste Burgsimulation, die es gibt. Nicht verwunderlich also, dass zu diesem Simulationskönig nun ein Thronfolger erscheint. Dabei taucht "Stronghold 2" erstmals in die 3D-Welt ein. Ob das Burgenbauen in der neuen Dimension noch genauso Spaß macht, erfahrt ihr in unserem Test.

Schon damals badeten sie....-nur nicht sehr häufigSchon damals badeten sie....-nur nicht sehr häufig

Lobenswert

"Stronghold 2" wurde, als Nachfolger der besten Burgsimulation, die es gibt, schon lange von vielen Strategiefans herbeigesehnt. Logischerweise waren auch die Erwartungen dem entsprechend hoch. Doch als die ersten Testversionen herauskamen, war die Enttäuschung groß. Das Spiel wies viele Mängel auf, wie beispielsweise schlechte Kollisionsabfrage, mangelnde KI oder miserable Wegfindung. All diese eigentlich unverständlichen Mängel minderten den Spielspaß deutlich. Sofort wurde von allen Seiten Beschwerde laut. Doch löblicherweise reagierten die Entwickler von Firefly sofort. Mit Einverständnis des Publishers wurde das Releasedatum um eine Woche verschoben. In dieser Zeit ist ein Patch entwickelt worden, der diese Mängel ausbessern soll. Der Patch wird auf einer extra CD-Rom im Originalspiel mitgeliefert. So kann das mittelalterliche Burgenbauen nun endlich Fehlerbereinigt beginnen. Denn eines bietet "Stronghold 2" auf jeden Fall mächtige Burgen, imposante Belagerungsschlachten und ein tolles, mittelalterliches Flair, und Dank der schnellen Reaktion des Publishers sind auch fast alle Bugs beseitigt worden.

Eine heftige Schlacht ist im GangeEine heftige Schlacht ist im Gange

Krieg oder Frieden

"Stronghold 2" ist sehr vielfältig. Es enthält 2 grundlegende Spielmodi: den "Weg des Krieges" und den "Weg des Friedens". Bei ersterem starten kriegsfreudige Hobbygeneräle in eine mittelalterliche Kampagne, die sich um den aufstrebenden Fürst Matthew dreht. Der König ist verschwunden und nun versuchen machthungrige Baronen die Krone an sich zu reißen. Dies sollt ihr jedoch verhindern. Mit einem beeindruckenden Intro werdet ihr in die erste Mission eingeführt. Später wird die etwas klischeehafte Story, die viel mit ritterlichen Eigenschaften wie Ehre, Ruhm etc. zu tun hat, in vielen kurzen Zwischensequenzen weitererzählt. Die Missionen sind sehr abwechslungsreich. Der aus dem Vorgänger bekannte Dauerauftrag "Verteidige deine Burg" ist vielfältigen und unterschiedlichen Einsatzzielen gewichen. Auch nehmen einzelne Missionen immer wieder überraschende Wendungen. So müsst ihr beispielsweise einmal ein zerstörtes Kloster mit Steinen zum Wiederaufbau verhelfen, danach den Wikinger Olaf besiegen, in der Zwischenzeit die eigene Burg aufbauen, dann das Kloster gegen den Thronräuber Erik verteidigen und schließlich noch eine Belagerung durchführen.

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