Test Sengoku Basara: Japan versinkt in bunten Massenschlachten

von Michael Schock (20. Oktober 2010)

Wenn euch Massenschlachten im fernen Japan genauso stark interessieren wie ein Sack Reis, der in China umgefallen ist, dürfte Sengoku Basara: Samurai Warriors von Capcom auf euch besser wirken als jede Schlaftablette. Alle anderen bekommen eine knallbunte Schlachtplatte serviert.

Die wilden Kämpfe wirken ein wenig wie Capcoms Antwort auf Bayonetta.Die wilden Kämpfe wirken ein wenig wie Capcoms Antwort auf Bayonetta.

Alte Capcom-Schule

Die Geschichte ist so epochal wie simpel: Im feudalen, ohne Realitätsanspruch zusammenfantastierten Japan wollen mehrere Samurai-Fraktionen die Herrschaft über den Inselstaat erlangen. Und auch in Sachen Spielmodi wurde sich auf das Wesentliche konzentriert: In "Schnelle Schlacht" geht es dem Namen entsprechend um ein fixes Scharmützel zwischendurch, die wirkliche Story entfaltet sich aber nur im "Heldengeschichte"-Modus. Hier wählt ihr erst mal eine Partei anhand ihres charismatischen Anführers.

Spätestens jetzt bemerkt man Capcoms Handschrift, immerhin durften die fernöstlichen Helden in Sengoku Basara X bereits in einem 2D-Beat'em-Up antreten. Die Charaktere sind allesamt in Kampfstil, Waffe und Persönlichkeit sehr individuell. Der klassische Samurai, unterkühlt und nur auf ehrenhafte Kämpfe mit seinem treuen Katana aus, ist ebenso vorhanden wie der wuchtige Minengefangene samt Eisenkugel oder die distanziert kühle Revolverheldin à la Bayonetta.

Vorsicht ist geboten, denn jeder Kämpfer ist verschieden schwer oder leicht zu beherrschen. Kuroda Kanbe bewegt sich förmlich in Zeitlupe über das Schlachtfeld, haut aber so saftig zu wie kein anderer, während Heißsporn Yukimura Sanada zwar flott mit seinen zwei Kurzschwertern herumwirbelt, aber vergleichweise wenig Schaden anrichtet.

Magie im Samurai-Alltag.Magie im Samurai-Alltag.

Lernen durch Erfahrung

Damit sich das ändert und der favorisierte Recke an Erfahrung gewinnt, metzelt ihr euch Schlacht für Schlacht gegen die Kontrahenten durch das umkämpfte Nippon. Nach jeder Massenkeilerei tun sich zudem oft mehrere Routen auf, so dass ihr euren Kontrahenten samt Areal frei wählen dürft. Jedes Level ist mit eigenen Fallstricken versehen und ehe es an den eigentlichen Revierkampf geht, sollt ihr strategische Aufgaben lösen, zum Beispiel die Brücken zu einer Baumfestung herunterlassen, ein Schlachtschiff auf seinem Weg beschützen oder euch den Ausgang einer mit Geröll verschütteten Höhle freisprengen.

Das klingt komplizierter als es ist, erledigt wird es nämlich immer auf die gleiche Art: Stürmt von Stützpunkt zu Stützpunkt, fegt den jeweiligen Lagerhauptmann vom Podest und stürzt die Truppenführer - fertig.

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