Test Rune Factory 2: das Harvest-Moon-Rollenspiel

von Christian Detje (23. Dezember 2010)

Wie angenehm und beschaulich war doch das Landleben von Harvest Moon. Waren die Kühe gemolken und die Schafschermaschine geölt, hatte man den anstrengendsten Teil seines Tagwerks hinter sich. Doch nun gibt das Entwicklerstudio Neverland mit Rune Factory 2 schon zum zweiten Mal einen kräftigen Schuss Abenteuer zum althergebrachten Harvest-Moon-Rezept - und mit der Ruhe ist es jetzt endgültig vorbei.

Das Tagwerk des schlichten Landarbeiters - so kennt man Harvest MoonDas Tagwerk des schlichten Landarbeiters - so kennt man Harvest Moon

Amnesie ist eine heimtückische Krankheit. Wer von ihr betroffen ist, hat nicht nur mit fortschreitendem Gedächtnisschwund zu kämpfen, sondern weiß oft nicht mal, dass er überhaupt etwas vergessen hat. Ob das nun ein gnädiger Zug der Amnesie ist oder ein perfider - der Teenager Kyle hat mit seinem Gedächtnisverlust jedenfalls keine Last, denn er findet sich, als er wieder klar denken kann, an einem malerischen Fleckchen Erde wieder. Angesichts der freundlichen Aufnahme in die Dorfgemeinschaft kann er es gar nicht ablehnen, die alte Farm zu pachten und gleich damit anzufangen, sie wieder in Schuss zu bringen.

Rune Factory 2 hat sich wie der Vorgänger zur Aufgabe gemacht, das etwas in die Jahre gekommene Bauernhof-Genre mit neuen Spielelementen zu beleben. Seit 1996, als der erste Teil von Harvest Moon für das SNES erschien, steht das Spiel für Bauernhofidylle. Neben dem arbeitsreichen Alltag des Landwirts lernte man vor allem seine Mitmenschen kennen und es entstanden virtuelle Freundschaften bis hin zur großen Liebe, der Hochzeit und den Nachkommen. Das alles gibt es auch bei Rune Factory - und nicht zu knapp! - aber jetzt müsst ihr auch noch Waffen kaufen, gegen Monster kämpfen, Zaubersprüche lernen und Heiltränke organisieren - in ganz klassischer Rollenspiel-Manier also. Das komplexe Spielgeschehen der ist durch diese Neuerung noch umfangreicher geworden. Doch das Experiment ist geglückt!

Oben seht ihr, wo ihr gerade seid und wie spät es ist.Oben seht ihr, wo ihr gerade seid und wie spät es ist.

Alvarna - Stadt der Gelegenheitsjobs

Ihr übernehmt die Kontrolle über Kyle, als ihm gerade die Farm verpachtet worden ist. Nun solltet ihr erstmal die kleine Stadt Alvarna und die nähere Umgebung erkunden und euch bei den gut zwei Dutzend Einwohnern bekannt machen. Diese sind im Anime-Stil und sehr liebevoll gestaltet. Da gibt es den grobschlechtigen Douglas, die versponnene Alicia oder die Waffennärrin Tanya.

Nett sind die meisten, aber nach alter Harvest-Moon-Tradition gibt es unter den Mädchen einige, die auch als potentielle Ehefrauen taugen. Um in Alvarna gern gesehen zu sein, sollte man vor allem fleißig und hilfsbereit sein, denn eure Nachbarn haben ständig mehr oder weniger kuriose Aufgaben für euch. Dabei kann es sich um ein verlorenes Buch ebenso handeln wie um einen Patrouillengang durch die Stadt, weil der Bürgermeister um die Sicherheit besorgt ist.

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