Test Ghost Rider

von Clemens Eisenberger (19. März 2007)

Zum allerersten Mal in der Videospielgeschichte wird ein Film, der auf einem Comic basiert, auch noch für die PS2 umgesetzt... Wie ihr vielleicht bemerkt habt, ganz ernst gemeint war der letzte Satz nicht. Ex-Comic-Film-Game "Ghost Rider" ist soeben sowohl für die PS2 als auch für die PSP erschienen - in unserem Review erfahrt ihr nicht nur alle wissenswerten Details über die PS2-Version, sondern bekommt auch einen kurzen Vergleich zur PSP-Version geboten.

Easy RiderEasy Rider

Geisterreiter

Marvel-Comics finden in letzter Zeit in immer größeren Zahlen auch ihren Weg auf die große Leinwand. So geschah es auch mit Johnny Blaze, dem "Ghost Rider". Das Spiel spinnt in diesem Fall die Story des Kinofilms vor, fasst die Geschehnisse aus diesem allerdings in einer kurzen Einleitung zusammen. Die Story an sich ist allerdings auch beim Game ziemlich einfach und nur dazu da, die Actioneinlagen miteinander zu verbinden. Diese setzen sich zusammen aus 2 Aufgaben-Gruppen: On-Foot-Metzeleien und Motorrad-Passagen. Die Levels sind zwar recht abwechslungsreich designt, wiederholen sich inhaltlich aber leider recht schnell, sodass der Spielablauf schnell eintönig wird. Wie z.B. bei "Devil May Cry" hinterlassen euch getötete Feinde Orbs, mit denen ihr euch entweder neue Fähigkeiten oder Bonusmaterial für die Galerie wie z.B. Auszüge aus den Comics (Achtung: Serie mit Danny Ketch, nicht mit Johnny Blaze!) einkauft, sowie Hintergrundinformationen zu Spiel und Film freischaltet. Dies ist für Fans sicherlich ein Anreiz, das Spiel mehrmals durchzuspielen.

Du bist aber "heiss"...Du bist aber "heiss"...

Die Präsentation

Die Präsentation des Titels ist kinoreif - bereits bei den Überblend-Effekten im Hauptmenü kommt "Ghost Rider"-Feeling auf, auch die im Comic-Stil gehaltenen Zwischensequenzen sind der Atmosphäre sehr förderlich. Auf technischer Seite ist das Spiel durchaus auf der Höhe der Zeit. Die Texturen wirken detailliert und sind abwechslungsreich, auch die Charaktermodelle sehen gut aus. Die Animationen wirken zwar aufgrund der fantasyhaften Kampfsequenzen wenig natürlich, laufen dafür aber flüssig ab. Besitzer eines 16:9-Fernsehers können über das Startmenü auch 16:9 als Ausgabeformat auswählen. Die PAL-Anpassung ist an sich gelungen, auffallend sind lediglich kleine Balken oben und unten sowie kleine Ruckel-Einlagen bei großem Feindaufkommen. Der Sound schafft eine stimmige Atmosphäre und auch die deutsche Synchronisation ist sehr gut gelungen, schade ist dabei nur, dass der Ghost Rider nicht von Nicholas Cages deutscher Stimme eingesprochen wurde.

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