Test
Professor Layton 3: Wunderhübscher Knobelspaß
In seinem dritten DS-Auftritt verschlägt es Professor Layton in die Zukunft. Das Spielprinzip aus Denksportaufgaben und Story-Dialogen verharrt dagegen konsequent in der Epoche der beiden DS-Vorgänger - nicht die schlechteste Zeitlinie. Von Philip Ulc
Verrückte Zeitreise-Geschichte
Die Geschichte, welche die zahlreichen Kopfnüsse in der Layton-Serie einen erzählerischen Halt geben, werden immer verrückter. Professor Layton erhält einen Brief aus der Zukunft, in dem sein junger Schützling von einer großen Katastrophe berichtet, die London in zehn Jahren heimsucht. Hat das etwa mit dem mysteriösen Vorfall eines Wissenschaftlers zu tun, der angeblich eine Zeitmaschine erfunden hat, nur dass diese während einer öffentlichen Präsentation in 1000 Einzelteile explodierte? So beginnt Professor Layton und die verlorene Zukunft.
Fulminant gleich zu Beginn: Die Zwischensequenzen in schöner Zeichentrickoptik und die vertonten Dialoge. Auch der dritte Teil nimmt sich wieder Zeit, zahlreiche schrullige Figuren in deutschem Ton vorzustellen, die einem sofort ans Herz wachsen. Auch alte Bekannte sind mit dabei, zum Beispiel der hochnäsige Inspektor. Öfter als in den bisherigen Teilen unterbricht das Spiel mit charmanten Zwischensequenzen.
Das Spielprinzip - Erkunden, Ermitteln, Rätsel lösen
Am Spielprinzip rüttelt der japanische Entwickler Level 5 keinen Deut: Professor Layton und Helfer Luke erkunden die vielen Standbilder Londons, reden mit Personen und lösen Rätsel. Jede Figur im Spiel hat etwas zu erzählen und meist prüfen sie den berühmten Professor mit einer Denksportaufgabe, bevor sie ihre kleinen Geheimnisse preis geben. Schade allerdings, dass die meisten Rätsel nicht direkt mit der spannenden Geschichte verbunden sind.
Bestseller-Autor Akira Tago ist auch im dritten Abenteuer als Rätseldesigner verantwortlich. 165 Schiebe-Puzzles, mathematische Gleichungen oder Logik-Rätsel warten auf euch. Ist eine Aufgabe zu schwierig, kauft ihr per Hinweismünze bis zu drei Tipps. Der neue Superhinweis kostet zwei solcher Taler, offenbart dadurch aber so gut wie sicher des Rätsels Lösung. In der Vergangenheit halfen viele Hinweise nämlich gar nicht, da sie entweder zu Offensichtliches als Tipp verkauften oder zu abstrakt gehalten waren. Alle Rätsel (auch die nicht-gelösten) speichert das Programm ab und können jederzeit aufgerufen werden.
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