Test Fable 3 - Seite 2

Zu Beginn entscheidet ihr: Prinz oder Prinzessin?Zu Beginn entscheidet ihr: Prinz oder Prinzessin?

Weitreichende Entscheidung

Lionhead ( Black & White) verpasst es zu Beginn, eine epische und vor allem dramatische Geschichte zu erzählen. Selbst als wir uns entschieden haben, unsere Geliebte zum Wohle des Volkes zu opfern, waren wir nicht unbedingt traurig. Zu abrupt, zu schnell wurde sie getötet, zu wenig Aufmerksamkeit auf ihre Tötung gerichtet. Vielmehr haben wir daran gedacht, wie weitreichend kommende Entscheidung als König sein könnten. Dennoch entwickelt sich die Geschichte zu einem Abenteuer, das oft genug Bezug auf die Vorgänger nimmt und noch genügend emotionale und spannende Momente bieten kann.

All das erreicht aber erst seinen Höhepunkt, wenn ihr selbst den Thron erklommen habt. Wir können euch jedoch nicht allzu viel davon erzählen: Zu groß ist die Gefahr, wichtige Momente und Situationen zu verraten. Lasst euch aber eines gesagt sein: Selten haben wir so an den Entscheidungen eines Spiels gehangen. Selten haben wir uns derart viele Gedanken gemacht, welche Konsequenz eintreten könnte. Dabei gibt es insgesamt gesehen gar nicht so viele Situationen, die wirklich weitreichende Folgen haben. Doch die Entwickler meistern es, die wenigen Situationen in das Leben als König zu implementieren und verpacken sie so gekonnt, dass kaum auffällt, wie wenig es tatsächlich zu entscheiden gibt, .

Die Grafik wirkt nicht auf dem neusten Stand.Die Grafik wirkt nicht auf dem neusten Stand.

Technik von Gestern

Abseits vom Leben als König hat Fable 3 natürlich noch eine Menge mehr zu bieten. Doch hier fallen erste, wirklich starke Kritikpunkte auf. Zunächst sei gesagt, dass das Spiel eine wunderschöne und detailreiche Welt bietet. Seit Fable 2 sind im Spiel 50 Jahre vergangen und die Industrialisierung ist im vollen Gange. Zu selten behandeln Spiele bisher diese Epoche und zu selten ist es, dass es dann auch noch gelungen gestaltet ist. Doch die glaubwürdige Welt kombiniert mit ein ganz bisschen Steampunk überzeugt.

Die Technik selbst wirkt allerdings veraltet. Fable 3 sieht im Grunde haargenau so aus sein Vorgänger, es gibt kaum wirkliche Verbesserungen der Grafik. Zumindest keine, die wir gesehen hätten. Zu oft gibt es matschige Texturen, zu oft werden einzelne Grafiken direkt vor euch nachgeladen, so dass an sich schöne Gegenden zu unschönen Technikpatzern werden. Es bleibt unverständlich, wieso sich Entwicklungs-Oberhaupt Peter Molyneux und seine Mannen auf der Engine von Fable 2 ausruhen. Nichtsdestotrotz ist Fable 3 auf Grund seiner schönen Städte oft eine Augenweide. Es ist authentisch und liebevoll gestaltet, was heutzutage eine Menge wert ist.

Die Kämpfe machen Spaß und motivieren sehr, auch wenn sie zu leicht sind.Die Kämpfe machen Spaß und motivieren sehr, auch wenn sie zu leicht sind.

Bitte mehr Herausforderung!

Nicht nur technisch erinnert der dritte Teil frappierend an seinen Vorgänger. Es spielt sich auch fast genauso. Das beginnt bei dem Schwierigkeitsgrad: Schon bei Teil 1 war so gut wie jeder Kampf zu leicht. Schon fast ein Kinderspiel. Und das hörte auch beim Nachfolger nicht auf, sodass wir uns fragten, wieso es keine unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade gibt. Und nun haben wir den dritten Teil gespielt und fühlten uns komplett unterfordert. Unabhängig davon, ob die Kämpfe Spaß machen, etwas mehr Herausforderung hätte dem gesamten Spiel unheimlich gut getan.

Schließlich machen die Kämpfe Spaß und steuern sich sehr intiuitiv. Für jede Waffe gibt es einen zugeteilten Knopf, es ist uns also ein leichtes, mit dem Schwert zuzuschlagen und mit der Pistole zu ballern. Auch der Magie-Knopf ist simpel gestaltet: Haltet ihr ihn gedrückt, laden sich die Zauber auf und werden von Sekunde zu Sekunde mächtiger. Ihr könnt alternativ auch in eine entsprechende Richtung zielen, um ein bestimmten Feind mit voller Wucht zu treffen.

Ja, es steuert sich simpel, und ja, es macht Spaß, gegen Banditen und Untote zu kämpfen. Aber warum muss es wieder so kinderleicht sein? Es ist zwar durchaus notwendig, die einzelnen Fähigkeiten, Waffen und Zauber zu kombinieren, doch es wird so gut wie nie wirklich herausfordernd. Weiterer Kritikpunkt ist die Unsterblichkeit des Heldens. Klar, wir sind ein Held, wir sind mächtig, stark und können Magie anwenden. Aber heißt das folglich auch, dass wir nicht sterben könnnen? Teilweise geht dadurch ein wenig die Motivation flöten, schließlich wissen wir ja, dass wir nicht das Zeitliche segnen können. Wir verlierend zwar ein paar Gildensiegelpunkte, aber das ist durchaus verschmerzbar. Das bricht dem Kampfsystem schon ein wenig das Genick. Die Kämpfe ansich sind schon sehr einfach und die Tatsache, dass wir sowieso nicht sterben können, ist zuweilen frustrierend. Es ist nun mal sehr viel spaßiger, wenn wir nach einem virtuellen Tod voller Eifer und Motivation erneut gegen den Bossgegner kämpfen.

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