Test DJ Hero 2: Das bessere Guitar Hero

von Oliver Hartmann (28. Oktober 2010)

DJ Hero war für Konsolenmusiker der strahlende Höhepunkt im vergangenen Jahr, als eine Flut von Musik-Spielen auf den Markt schwemmte und die Spielern langsam übersättigte. DJ Hero setzte statt auf Rockmusik auf mitreißende Club-Sounds und eine neuartige Steuerung. Kein Wunder also, dass der zweite Teil der "Hero"-Titel des Jahres 2010 ist, den Hobby-Plattenaufleger im Auge haben sollten!

DJ Tiesto regiert am Plattenteller.DJ Tiesto regiert am Plattenteller.

DJ Hero 2 setzt auf das gleiche Spielprinzip wie der Vorgänger DJ Hero: Zu zwei zusammengemischten Songs könnt ihr mittels Turntable-Controller zwischen den beiden Tracks hin- und her wechseln und in dafür vorgesehen Passagen scratchen bis das virtuelle Vinyl glüht. Der Controller ist der gleiche wie im Vorjahr, der Kauf neuer Hardware also nicht nötig. Die Entwickler bauten ein paar neue Steuerungselemente ein, die das Spiel noch dynamischer machen und euch mehr das Gefühl geben, Kontrolle über die Musik zu haben. Die neuen Freestyle-Passagen ersetzen die einbaubaren Sound-Samples aus dem Erstling und klingen - ein wenig Talent vorausgesetzt - fantastisch. Dazu kommen gehaltene Noten und Freestyle-Scratch-Passagen.

Bei der Songauswahl haben die Jungs von FreestyleGamez noch eine Schippe zugelegt gegenüber dem Vorgänger. Über 80 Tracks sind im Spiel enthalten, überwiegend aus den Bereichen Hip Hop und Dance angereichert mit einem Schuss Pop mit Songs von Sean Paul, Lady Gaga, The Prodigy, Daft Punk, Eminem, 2Pac und Kanye West, um nur einige zu nennen. Eine Portion Glamor bekommt das Ganze noch durch die eingefügten Profi-Remixe von The RZA, DJ Qbert, Deadmau5, David Guetta und DJ Tiesto. Diese wenigen Songs müssen jedoch erst über die Einzelspielerkampagne freigespielt werden.

100 richtige Noten in Folge in der DJ Battle: Der Sieg ist nahe.100 richtige Noten in Folge in der DJ Battle: Der Sieg ist nahe.

Welt-Tournee

Diese Kampagne heißt in DJ Hero 2 Empire Modus und entpuppt sich als große Club-Tour durch die Welt. Aus einer kleinen Auswahl sucht ihr euch ein Logo und Clubnamane aus und müsst euch als aufstrebender DJ zunächst in einem Club auf Ibiza und später in den sechs Top-Nachtclubs auf der Welt einen Namen machen. In diesen tretet ihr gegen die oben genannten DJs an. Der Empire Modus macht durchaus Spaß, kennen wir so aber schon aus dem ersten Guitar Hero.

Mehr Mühe haben sich die Entwickler mit dem Mehrspieler-Modus gegeben. Hier können - sofern zwei Controller vorhanden sind - zwei DJs gegeneinander antreten in den speziellen DJ Battles mit eigens dafür gemixten Tracks. Die Checkpoint Battles und Akkumulator setzen auf die Standard-Tracks, in denen ihr möglichst viele Noten perfekt spielen müsst. Neu dabei ist außerdem die Option, mit einem weiteren Spieler als Sänger einzusteigen, was jedoch recht schwierig ist, da oft nur Wortfetzen wiederholt werden müssen.

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