Test Hotel - Schloss Bellevue - Seite 2

Natürlich darf ein verfallener Friedhof auch nicht fehlen.Natürlich darf ein verfallener Friedhof auch nicht fehlen.

Grafisch nichts dazugelernt

Unfreiwillig komische Momente bietet "Hotel" aber auch. Wenn die schnellere Bewegung von einem Standort zum anderen nicht wie sonst üblich durch Laufen geschieht, sondern durch Gehen im Zeitraffer. Oder wenn Dinge in die knallenge Jeans gestopft werden, für die sonst ein Lastwagen gebraucht wird. Leitern oder Schweissbrenner haben auch Nicole in Die Kunst des Mordens - Karten des Schicksals oder Nina aus Geheimakte 2 - Puritas Cordis in ihren Hosen untergebracht, aber ein Hubwagen ist bisher absoluter Rekord.

Nicht so lustig ist die Grafik. Diese war beim Vorgänger The Legend of Crystal Valley, mit dem im Trailer trotz übler Kritiken kräftig geworben wird, schon einer der größten Kritikpunkte. Da dessen Veröffentlichung nicht einmal vier Monate her ist, liegt die Vermutung nahe, dass beide Spiele gleichzeitig entwickelt wurden, denn sie sehen nahezu identisch aus. Die Hintergründe sind zwar nicht spektakulär, aber nett, während die Figuren (im gesamten Spiel ganze zehn) alle gleich aussehen.

Cleopatra sucht seit Jahren einen Ring, wir finden ihn in drei Minuten.Cleopatra sucht seit Jahren einen Ring, wir finden ihn in drei Minuten.

Das einzig Gute kommt zum Schluss

Richtig ärgerlich wird es aber, wenn der Inhalt des Spiels so gar nicht mit der Verpackung übereinstimmt. "Triff auf historische Persönlichkeiten", "Durchsuche das Schloss und über 50 weitere Schauplätze" sind mit viel gutem Willen als reichlich übertrieben zu bezeichnen. Ebenso das "umfangreiche Bonusmaterial" der Limited Edition, das aus ein paar Bildschirmhintergründen, exakt acht Gedudel-Stücken und dem Lösungsbuch besteht. Das ist immerhin während des Spiels abrufbar, dennoch aber überflüssig, weil kein Rätsel auch nur im Entferntesten so schwierig ist, das es Hilfe benötigt. Da alle Aufgaben in Sekundenschnelle zu lösen sind und der Umfang sehr dürftig ist, seht ihr nach knapp drei Stunden Spielzeit auch schon den Abspann.

Immerhin etwas Gutes lässt sich finden: Die Dialoge sind sowohl vollständig als auch vernünftig vertont und es gibt eine Schnellspeicherfunktion, die man in anderen Adventures oft schmerzlich vermisst.

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