Test EA Sports MMA: Jetzt gibt es auf die Fresse!

von Hauke Schweer (02. November 2010)

Wenn man sich schon unbedingt prügeln muss, dann mit Stil. Bisher galt im Bereich Ultimate Fighting die THQ-Spielreihe UFC Undisputed als Champion, EA Sport will das mit MMA nun ändern.

Es sieht nach Liebe aus, ist aber bloßer Kampeswille.Es sieht nach Liebe aus, ist aber bloßer Kampeswille.

THQs UFC 2009 Undisputed bot dieses Jahr ein nahezu vollkommenes Mixed-Martial-Arts-Spektakel. Die Präsentation des Oktagons überzeugte bis in Details, Michael Buffer heizte die Stimmung genau so an wie die Kommentatoren und die Nummern-Girls. Dazu kommt die UFC-Lizenz, dank der sämtliche Kämpfer der Liga recht lebensnah wiedergegeben werden. EA hat es mit EA Sports MMA als Konkurrenz also nicht leicht, im Ring Fuß zu fassen. Doch der Ansatz ist geschickt, anstatt auf überbordende Action zu setzen, versucht man sich an einem anderen Steuerungskonzept und Simulationsaspekten.

Die an Fight Night angelegte Steuerung ist der wohl spannendste Aspekt. Das der linke Analogstick für die Positionierung im Ring sorgt, ist soweit noch konventionell. Weniger üblich ist es, Schläge und Tritte mit dem rechten Stick zu platzieren. Das anfangs ungewohnte Konzept geht nicht nur dank der ausführlichen optionalen Sparringsrunden mit dem Tutorial in Mark und Bein über. Wer sich trotz des intuitiven Ansatzes nicht mit dieser Steuerungsmethode anfreunden kann, darf trotzdem auf herkömmliche Knopfbelegungen umschalten. Mit dieser fühlen sich die Kämpfe allerdings deutlich weniger natürlich an.

Was viele nicht wissen: Das Reglement gehört zu den strengsten im Kampfsport.Was viele nicht wissen: Das Reglement gehört zu den strengsten im Kampfsport.

Blut für die Meisterschaft

Wie erwartet, stehen zahlreiche Spieloptionen zur Verfügung, die das Spielgefühl spürbar beeinflussen. Während die Kämpfe im Oktagon schnell und aggressiv sind, drohen im klassischen quadratischen Ring auf einmal unerwartete Gefahren, denn hier wird man schnell in einer Ecke festgesetzt und ohne Möglichkeit zum Ausweichen gibt es auf die Ohren bis sie bluten. Im kreisförmigen Ring ist es hingegen nahezu unmöglich, den Gegner an die Seile oder den Käfig zu binden. Auch die Runden lassen sich spielend an die eigenen Vorlieben anpassen. In den traditionellen Fünf-Minuten-Blöcken beleibt immer wieder etwas Zeit zum Regenerieren. Kämpft man ohne Pause eine längere Zeitspanne, gewinnt die Ausdauer der Kämpfer auf einmal massiv an Stellenwert.

Egal, wie lange man ringt, stets fällt die Liebe zum Detail auf. Die Position der Kämpfer zueinander ist von extremer Bedeutung. Das gilt sowohl für die Platzierung von Schlägen und Tritten, viel mehr jedoch für Griffansätze. Durch den detailgetreuen Ansatz die Faszination des MMA-Sports zu erschließen, gerät EAs MMA beinahe zu einem Strategiespiel. Zwar fliegen in den Kämpfen durchaus die Fetzen und das Blut spritzt auf den Boden, immer wieder werdet ihr euch aber auch dabei erwischen, wie man sich lange umkreist, um sich einen Angriffsvorteil zu verschaffen.

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