Test SmackDown vs. Raw 2011 - Seite 2

Rey Mysterio hat beim Turnuntericht sicher nie gefehlt.Rey Mysterio hat beim Turnuntericht sicher nie gefehlt.

Eingängige Steuerung

Das Zentrum aller Modi bleibt natürlich die Action im Ring. Hier steuert ihr euren gewählten von rund 70 Helden mit linkem Analogstick, verkettet Schläge zu kleinen Dreierkombinationen, verhöhnt das Gegenüber per Steuerkreuz oder wirft ihn per rechtem Stick auf die Matte. Frankensteiner, Atomic Drop, Belly-to-Belly-Suplex oder Bodyslam: alles natürlich mit dabei.

Die Steuerung ist denkbar einfach und auch recht präzise, wenn man nicht gerade in einer "Royal Rumble" wieder mal den falschen Gegner in die Hände bekommt. Die Manöver sind ansprechend inszeniert und bringen auch den gewissen Showfaktor mit sich, den sich der Fan vom verschwitzten Spektakel erwartet.

Die Grafik ist hübsch, Clippingfehler selten.Die Grafik ist hübsch, Clippingfehler selten.

Ungelenk am Ring, volle Action im Ring

Die Fleischberge sind ordentlich texturiert und bewegen sich zudem geschmeidig mit realistischen Bewegungen durch den Ring. Auf der Strecke blieb da aber die Mimik sowie die klotzige Umgebungs- und Publikumsgraphik. Besonders mies: die ungelenken Gesichtszüge und steifen Mundbewegungen, die an schlecht nachsynchronisierte amerikanische Werbespots aus dem Mitternachtsprogramm erinnern. Das macht aber nichts, denn die erzählten Hintergrundgeschichten sind so herrlich dämlich und überzogen, dagegen gewinnt jede RTL2-Soap einen Emmy. Selbst die ermüdend langatmigen Einzüge drückt man schon nach ein paar Durchläufen weg, gleichen sie sich doch wie ein Ei dem anderen und machen nur selten durch individuelle Effekte was her. Dafür geht es schließlich im Ring ordentlich rund.

Die Einsatzmöglichkeiten variieren je nach Matchtyp. Im Käfigmatch katapultiert ihr euren Erzfeind Gesicht voran ans Eisengitter, verbädelt ihm außerhalb des Rings mit einem Plastikstuhl den Schädel oder verpasst ihm im Leitermatch eine Breitseite mit selbiger. Immer vorhanden sind die "Signature-Moves", individuelle Extramanöver, die sich dank einer durch erfolgreiche Attacken und Provokationen gefüllten "Schwung"-Leiste ausführen lassen. Natürlich dürfen auch die spektakulären "Finishing Moves" nicht fehlen. Auf die wartet jeder Wrestling-Fanatiker schließlich das ganze Match über. Was wäre etwa der Undertaker ohne seinen "Tombstone Piledriver"? Klar: einfach ein besonders käsiger Hüne.

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