Test Call of Duty - Black Ops: Der Kalte Krieg ist heiß

von Redaktioneller Mitarbeiter (11. November 2010)

Wir haben nicht daran geglaubt: Treyarch schafft es nicht nur, die Call-of-Duty-Serie endlich aus den belanglosen Geschichten herauszuholen. Die Kalifornier stehen mit Black Ops ab sofort auch nicht mehr im Schatten vom einstigen Vorzeige-Entwickler Infinity Ward.

Wir spielen die Erinnerung von Alex Mason nach.Wir spielen die Erinnerung von Alex Mason nach.

Modern Warfare 2 war ein inhaltlich banaler Shooter, der mit seiner Geschichte versuchte, grenzdebile und patriotische Ereignisse spannend zu erzählen. Alles war höchst rasant inszeniert und es gab einige Stunden volle Dröhnung für die Action-Sinne. Doch insgesamt nahm die Story von Call of Duty seit Modern Warfare rapide ab.

Auch Call of Duty 5 - World at War bildete da keine Ausnahme, zumal das Setting des Zweiten Weltkriegs mehr als ausgelutscht ist. Aber auch spielerisch hing Treyarch den Kollegen von Infinity Ward hinterher - wenig kreative Spielideen und seelenlose Charaktere. Doch gerade dem letzten Punkt haben sich die Entwickler angenommen und ein Call of Duty geschmiedet, das mit einer klugen, spannenden und dramatischen Geschichte daherkommt.

Ab in die 60er Jahre, ab in den Kalten Krieg.Ab in die 60er Jahre, ab in den Kalten Krieg.

Endlich eine spannende Handlung

Bisher war es für die Serie üblich, ständig andere Charaktere in unterschiedlichen Spezialeinheiten zu spielen. Im Verlauf des Spiels starb dann einer von denen und es ging mit dem anderen Soldaten weiter. So war es unmöglich, eine emotionale Bindung zur virtuellen Figur aufzubauen. Doch jetzt ist alles anders: In Black Ops spielen wir die Erinnerungen vom Elite-Soldaten Alex Mason nach. Gefesselt auf einem Stuhl, kaum bei Bewusstsein, Monitore flackern, Bilder und Zahlen sind darauf zu erkennen, eine raue Stimme fragt uns aus. Wir wissen nichts. Nichts mehr.

Dieser furiose Einstieg fesselt sofort und zeigt die dramatischen Augenblicke im Leben des Alex Mason. Er ist hilflos, wird anscheinend von seinen eigenen Leuten verhört und muss sich immer wieder an schreckliche Momente erinnern, die er im Laufe seiner Zeit als Soldat erlebt hat. Und genau diese Momente spielen wir nach - auch dort geht das Geschichtenerzählen weiter. Das Bild in zahlreichen Zwischensequenzen verwackelt, wir hören im Off die Stimme von Mason, der gefesselt von seinen Erlebnissen berichtet. Im Laufe der Geschichte mit seinen zahlreichen Wendungen fiebert ihr mit Mason mit und kommt kaum von der Story los.

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