Test The Shoot: Ballern auf Pappkameraden

von Redaktioneller Mitarbeiter (18. November 2010)

Normale Shooter sind schwer zu realisieren für Bewegungssteuerungen. Aus diesem Grund setzt Sony mit PlayStation Move auf klassische Lightgun-Shooter. Mit The Shoot will Sony aber nicht unbedingt Genre-Kenner ansprechen.

Ein wenig mehr Variation der Gegnerschar hätte nicht geschadet.Ein wenig mehr Variation der Gegnerschar hätte nicht geschadet.

The Shoot unterscheidet sich von gängigen Lightgun-Shootern: Es zerplatzen keine Köpfe, es erschrecken euch keine grausamen Monster, es fließt kein Blut. Anders als zum Beispiel Dead Space - Extraction richtet sich The Shoot ganz klar an Familien und Kinder. Schon das Tutorial nimmt euch behutsam an die Hand und erklärt euch Schritt für Schritt, was zu tun ist.

In The Shoot bewegt ihr euch typisch für einen Lightgun-Shooter auf Schienen - das einzige, was ihr tun müsst, ist mit dem Move-Controller zu zielen und zu schießen. Stattdessen ballert ihr euch durch verschiedene Filmsets und zerstört dabei nur harmlose Pappfiguren, die plötzlich aus den Kulissen hervorspringen.

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Test: The Shoot

Die Filmkuliisen bieten ein Abwechslung.Die Filmkuliisen bieten ein Abwechslung.

Präzise Steuerung und wenig Abwechslung

Euch verschlägt es an abwechslungsreichen Szenarien - ob ein Western- oder Unterwasser-Filmset, hier hat Sony gute Ideen. Allerdings fehlt es an Atmosphäre. Immer wieder tauchen dieselben Pappkameraden auf - dazu kommt eine nicht vorhandene Handlung. All diese Kritikpunkte sorgen dafür, dass das Spiel zu einem nüchternen Shooter wird. Ebenso ärgerlich: Keine unterschiedlichen Waffen, dafür aber unendlich Munition, was dem Spielfluss allerdings auch nicht zu Gute kommt. Der Schwierigkeitsgrad wird so nämlich drastisch nach unten geschraubt.

Dafür hat Sony drei Spezialfähigkeiten eingebaut, die ihr mit speziellen Bewegungen und zusätzlich vielen Treffer-Kombos aktiviert: Dauerfeuer-Modus, Schockwelle und Zeitlupen-Modus. Letzteres löst ihr mit einer 360-Grad-Drehung eures ganzen Körpers aus, was auf Dauer nervt. Entspanntes Zocken auf dem Sofa ist so nicht möglich. Insgesamt funktioniert die Move-Steuerung dafür angenehm präzise.

Pro:

  • präzise Move-Steuerung
  • verschiedene Szenarien
  • umfangreiches Tutorial

Contra:

  • wenig Abwechslung
  • unendlich Munition
  • nur eine Waffe
  • niedriger Schwierigkeitsgrad
  • wenig Gegnervielfalt

Meinung von Redaktioneller Mitarbeiter

Die Move-Steuerung arbeitet sehr präzise, auch die abwechslungsreichen Levels begeistern - die immer gleichen Gegner ernüchtern aber auf Dauer. The Shoot eignet sich eher für Kinder und Familien - die Feinde sind aus Pappe, es spritzt kein Blut und der Schwierigkeitsgrad ist niedrig. Die Zielgruppe wird kurzweiligen Spaß damit haben - erwachsene Baller-Fans allerdings nicht.

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meint: Unspektakulärer Lightgun-Shooter für Move ohne neue Spielideen. Wegen der harmlosen Pappfiguren-Aufmache für Kinder geeignet.

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