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The Elder Scrolls IV - Shivering Isles (PC)

Artikel veröffentlicht am 13.04.2007

Im letzten April machte das enorm umfangreiche Rollenspiel "Oblivion" von sich reden und hat in der Folge nicht nur von vielen Medien zahlreiche Preise inklusive dem "Spiel des Jahres Award" bekommen, sondern auch bei zigtausend Spielern für viele Stunden stimmungsvoller Unterhaltung gesorgt. Pünktlich zum ersten Geburtstag erschien nun das Addon "Shivering Isles" und so habe ich noch einmal meinen alten Kampfmagier aus seiner Garage in der Kaiserstadt geholt und mich auf den Weg zu einem neuen Abenteuer gemacht. Von Daniel Frick

Ärger im Reich des Wahnsinns

Die stimmungsvolle Grafik...

Nach der appetitanregenden "Mogelpackung" "Knights of the Nine" steht nun also die erste "richtige" Erweiterung für Oblivion in den Händlerregalen und macht mit den Ankündigungen von Bethesda richtig Appetit, noch einmal voll in die Welt Tamriels einzutauchen. Das Installierte Addon fügt sich nahtlos in das Spiel ein, was bedeutet, dass man es wahlweise mit einem bestehendem oder einem neuen Charakter spielen kann. Durch ein Tor gelangt man zu den namensgebenden "Shivering Isles", einer rund 10 km² großen Insel, auf der es zahlreiche neue Dungeons und auch einige Städte zu entdecken gibt. Zudem neue Monster, Waffen und Ausrüstungsgegenstände. Nachdem man in einer grandiosen Übergangsszene Zugang zu den Inseln erhalten hat, stellt sich schon das erste Problem in Gestalt eines 3 Meter hohen und äußerst übellaunigen Torwächters ein. Natürlich hat der Abenteurer von Welt eine Lösung für das Problem und steht schon bald vor der Wahl, ob er das düstere Dementia oder das farbenfrohe Mania betreten will, denn die Insel ist gewissermaßen in zwei "Persönlichkeiten" gespalten. Genau wie sein Fürst, der Gott des Wahnsinns. Dieser sucht einen Champion, den er mit zynischem Grinsen über seine Insel jagt, um für ihn die Kohlen aus dem Feuer zu holen, denn natürlich liegt Ärger an im Reich des Wahnsinns.

Außen Hui, innen Pfui!

...transportiert erstklassige Fantasy-Atmosphäre!

Die Welt der "Shivering Isles" ist sehr faszinierend und lebt natürlich von dem Widerstreit seiner zwei Gesichter. Für das Konzept der neuen Spielwelt, mitsamt ihren Quests und Personen und dem speziellen Humor gebührt Bethesda Respekt. Noch mehr als im Hauptspiel kann man sich in den herrlichen abgedrehten Quests geradezu verlieren, denn sie bieten noch mehr Atmosphäre und noch mehr Entscheidungen. Der Widerstreit der beiden Welten , der im Spiel immer wieder humorvoll thematisiert wird, macht wirklich Spaß und optisch hat man sich ebenfalls sehr viel Mühe gemacht. Die Sprachausgabe überzeugt wieder absolut und sogar etliche neue Ideen haben es ins Spiel geschafft, so zum Beispiel Waffen, die man sich speziell schmieden lassen kann oder ein Schwert, das immer stärker wird, je mehr es benutzt wird. Alles in allem bietet "Shivering Isles" über 30 Stunden Spielspaß und Atmosphäre in einer Welt, die etwa ein Viertel der Größe der Spielwelt aus dem Hauptspiel hat. Dennoch gibt es nicht nur Gutes zu erzählen. Dass Bethesda ein Jahr nach dem Erscheinen des Hauptprogramms immer noch keinen anständigen Patch herausgebracht hat, der Übersetzungen, Menüs und Bezeichnungen korrigiert, ist sehr traurig. Was mich wütend macht ist die Tatsache, dass sich bei mir der Eindruck noch verstärkt hat, dass man zwar optisch, nicht aber mit solider technischer Umsetzung zu punkten weiß. Neben 2 massiven Bugs, die inzwischen per Beta-Patch geflickt wurden, läuft das Addon an vielen anderen Stellen auch nicht rund, so gibt es Performance-Probleme, Clippingfehler und andere kleinere Bugs und teilweise arg frustrierende Quest-Bugs. Speichern ist aus diesem Grund nicht nur wegen Monstern Pflichtprogramm.

Fazit

von Daniel Frick

Was "Gothic 3" schon zu Beginn geschafft hat, scheint mir "Oblivion" eher spät anzustreben. Auch wenn die Mängelliste nicht ganz so lange ist, der Eindruck bleibt, dass man vielleicht wieder einmal etwas zu früh die Master-CD ins Presswerk gegeben hat. "Shivering Isles" mit den beiden Aspekten "Mania" und "Dementia" spielt sich toll und wird jedem großen Spaß machen, der das Hauptprogramm mochte. Wenn alles rund läuft. Aber das ist in meiner Erfahrung leider nicht immer gegeben. Schade, dass wieder mal die Spieler das Nachsehen haben. An Atmosphäre und vor allem an Umfang gemessen ist "Shivering Isles" besser als "Knights of the Nine". Bei der Bedienung schafft es Bethesda aber, ins Mittelmaß abzusinken. Für mich ein bleibender Eindruck, denn es wird laut dem Entwickler keine neuen Inhalte für "Elder Scrolls IV" mehr geben.

spieletipps meint: Standesgemäßes, etwas kurzes Oblivion-Addon - ideal für Entdecker. Atmosphärisch dichte und witzig garnierte Story.
78

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