Test Pokémon Ranger: Ein Abenteuer um zu entspannen

von Roland Mühlbauer (15. November 2010)

Sie sind nicht tot zu kriegen! Als Pokémon-Ranger dürft ihr euch vorbildlich um die Belange der niedlichen Tierchen kümmern und legt euch außerdem mit fiesen Wilderern an - Greenpeace-Nervenkitzel oder Kinderspiel?

Welcher Charakter darf es denn sein?Welcher Charakter darf es denn sein?

Auf den ersten Blick richtet sich Spuren des Lichts eindeutig an die jüngere Generation. Unblutige Inhalte, intuitive Stylus-Steuerung, einfaches Kampfsystem, geringer Schwierigkeitsgrad. Die Rätsel erklären sich quasi selbst, und bei jedem neu eingeführten Spielelement wird der Spieler mit äußerst ausführlichen Anleitungen zugetextet.

Während die Spiele der Pokémon-Hauptreihe durchaus aufgrund ihrer Komplexität Spieler aller Altersklassen ansprechen, ist hier wie schon bei den Vorgängern Pokémon Ranger und Pokémon Ranger - Finsternis über Almia alles sehr überschaubar gehalten. Niemand braucht sich überfordert zu fühlen, und den "Game Over"-Bildschirm werden die meisten nur vom Hörensagen kennen lernen. Und dennoch hatten wir trotz der geringen Herausforderung im Verlauf der Testphase durchaus unseren Spaß mit dem vorliegenden Modul - sogar um so mehr, je länger das Spiel andauerte. Warum?

Zu Beginn wartet ein Luftkampf statt eines herzlichen Empfangs.Zu Beginn wartet ein Luftkampf statt eines herzlichen Empfangs.

Abwechslung durch Action-Einlagen

Eine erste Stärke blitzt bereits bei der Einführungssequenz auf: Actioneinlagen. Ähnlich wie beim Beginn von Final Fantasy - Crystal Bearers steigt das Spiel ein mit einem Kampf hoch in den Lüften. Ihr seid der (je nach Wunsch) weibliche oder männliche Part eines Ranger-Duos, dem die Aufsicht über die abgelegene Oblivia-Inselgruppe anvertraut wurde. Gleich bei der ersten Patrouille stoßt ihr auf verdächtige "Pokenapper" (also Kidnapper von Pokémon) auf einer Art fliegenden Motorrollern, die nicht lange fackeln und euch gleich unter Beschuss nehmen. Hier wartet die erste Bewährungsprobe: Geschickt sollt ihr den Strahlen der Plasmakanonen ausweichen. Trotzdem schießen euch die Pokenapper früher oder später von eurem fliegenden Reit-Pokémon, während sie euren Partner gefangen nehmen.

Euer Sturz endet im Wasser, wo schon das nächste Unglück wartet: Durch den Aufprall hat sich euer zur Kommunikation mit den Pokémon unentbehrliches "Fangkom"-Armband gelöst, und ein Fisch will sich damit aus dem Staub machen. Also dreht ihr euren Nintendo-DS quer und taucht in einer wilden Verfolgungsjagd hinterher. Zwar verlangsamt sich danach das Spieltempo erstmal wieder merklich, und bis zur Befreiung eures Kollegen wird viel Zeit vergehen, aber immer wieder trefft ihr auf Geschicklichkeitstests, auch in Form von Schleichpassagen oder Zeitlimits, in denen ihr schnell Strecken mit Hindernissen überwinden sollt.

Kreist solange, bis der gelbe Balken unter dem Pokémon voll ist.Kreist solange, bis der gelbe Balken unter dem Pokémon voll ist.

Flottes Kampfsystem

Bei den Auseinandersetzungen ist ebenfalls eure Fingerfertigkeit gefragt. Übrigens kämpft ihr immer nur gegen Pokémon. Auch wenn ihr den Wilderern gegenübersteht, hetzen diese lediglich ihre Pokémon auf euch. Genau genommen sollt ihr die Viecher aber nicht verletzen oder gar töten, sondern lediglich besänftigen und einfangen. Das geschieht, indem ihr mit dem Stylus mehrfach Kreise um das Geschöpf zieht, bis ein gefüllter Balken verrät, dass das Pokémon von euch überzeugt ist. Klingt sehr einfach? Ist es zumindest anfangs auch. Und die Kämpfe sind meist innerhalb weniger Sekunden gewonnen. Später setzen sich die Pokémon aber doch verstärkt zur Wehr, indem sie wild hin- und herlaufen (oder teleportieren) und zudem versuchen, mit ihren Attacken eure Kreisspur zu treffen.

Manche Pokémon sind auch derart aufgebracht, dass ihr erstmal bereits eingefangene Pokémon aufs Spielfeld setzen solltet, um den Gegner zu beschwichtigen. Allerdings dürft ihr nur acht Pokémon mit euch führen. Diese verkrümeln sich für immer, sobald ein Gegner sie trifft. Plant also den Einsatz eures Gefolges sorgfältig! Und gerade wenn ihr dann gegen mehrere feindliche Pokémon gleichzeitig antreten sollt, die alle kreuz und quer über den Bildschirm wuseln, wird das Einkreisen doch kniffliger, als man zunächst denken mag. Zumindest schließt sich euch im Lauf des Spieles noch ein Partner-Pokémon fest an und hilft. Es handelt sich um ein niedliches gelbes Pichu samt blauer Ukulele, das die einzufangenden Pokémon mit Musiknoten bombardiert.

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