Test Lost Identities: Von Agenten und hochintelligenten Schülern

von Christian Detje (21. Dezember 2010)

FBI-Agenten dürfen nämlich einfach alles - zum Beispiel Computer hacken, Lehrerzimmer durchstöbern oder in Firmengebäude einbrechen. Jeder, der im wahren Leben noch keine Gelegenheit für ein Vorstellungsgespräch beim FBI hatte, bekommt sie nun virtuell am DS.

Wer hat denn hier bloß euer Appartement verwüstet?Wer hat denn hier bloß euer Appartement verwüstet?

Die Kleinstadt Hearts Gate an der amerikanischen Ostküste war bis vor kurzem als schmuddeliges Ghetto bekannt, wo keiner tot überm Zaun hängen wollte. Doch seit ein paar Jahren hat sich so einiges zum Guten gewandt: Die Verbrechensrate ist im Keller, die Schulkinder sind hochintelligent und brav und die beruflichen Chancen sensationell. Als dann aber an der Highschool immer mehr Kinder verschwinden und seltsam verändert zurückkehren, wird das FBI hellhörig und schickt den Agenten Derek Chase in die noble Elite-Schule.

Unterstützt wird der Agent von Alice Holloway, einer Ermittlerin vom Gesundheitsministerium. Damit sie nicht auffliegen, sind die beiden als Lehrerehepaar getarnt. Schon bald entdecken sie erste Spuren, die zum pharmazeutischen Konzern BioPharmaka führen. Aber auch das FBI scheint in die mysteriösen Vorkommnisse verwickelt.

Was hier grausig und mysteriös aussieht, ist eine ziemlich triviale Angelegenheit.Was hier grausig und mysteriös aussieht, ist eine ziemlich triviale Angelegenheit.

Reißerische Aufmachung, wenig dahinter

Lost Identities, entwickelt vom holländischen Studio Engine Software, ist ein Point-and-Click-Adventure. Nachdem ihr wahlweise in die Rolle von Chase oder Holloway geschlüpft seid, besteht eure Aufgabe im Wesentlichen darin, in der Ego-Perspektive umherzulaufen und interessante oder verdächtige Objekte mit dem Stylus anzuklicken, denn auf dem Touchscreen läuft das Spielgeschehen ab. Der obere Bildschirm ist praktisch unnötig. Nur selten wird er für ein Minispiel miteinbezogen. Nach dem Anklicken bekommt ihr Informationen über das jeweilige Objekt oder könnt es näher unter die Lupe nehmen.

Genauso sollt ihr mit dem Stylus zum Beispiel auf eine Tür oder einen abzweigenden Gang tippen, um euch fortzubewegen. Ganz ähnlich geht es aktuell zum Beispiel in Runaway: A Twist of Fate zu. Ihr bewegt euch also nicht fließend, sondern in Form von Standbildern. Davon gibt es allerdings nicht mal dreißig Stück, und damit sind wir beim größten Knackpunkt des Spiels: Es ist viel zu kurz! Nach etwa sechs Stunden sind alle Rätsel gelöst. Ihr habt die verbrecherischen Machenschaften von BioPharmaka und dessen Verbindungen zur Schule aufgedeckt, die ihr aber sowieso schon gleich zu Anfang vermutet. Überraschungen gibt es deshalb kaum. Auch die Umgebung ist sehr abwechslungsarm. Die Schule sieht von außen so riesig aus, doch innen gibt es gerade mal ein knappes Dutzend Räume zu erkunden. Außer in die Schule verschlägt es euch nur zu kurzen Abstechern in die Zentrale der BioPharmaka und in das Appartement, von dem aus ihr eure Ermittlungen organisiert.

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