Test Dance Evolution: Sich zu Pop-Musik aus Japan verrenken

von Sandra Friedrichs (23. November 2010)

Wollt ihr euch in der Disco in Szene setzen und dem verdutzten Publikum heiße Tänze vorführen? Mittels Kinect dürft ihr vor der Xbox 360 schon einmal zu Hause üben. Jedoch erinnert Dance Evolution eher an ein Affentheater als an einen gelungenen Auftritt. Selbst Liebhabern japanischer Pop-Musik ist das Spiel nur bedingt zu empfehlen.

Tanzen wie ein Japaner?Tanzen wie ein Japaner?

Asiatische Dröhnung

Japan. Mit dieser Insel verbindet fast jeder komisch aussehende Winkekatzen, den neusten Technikfirlefanz und immer lächelnde Menschen. Doch auch der spezielle Musikgeschmack der Einwohner ist bekannt. Sie lieben gewöhnungsbedürftigen, elektronischen Pop mit dramatischem Stimmen, die gebrochene Herzen und Klischees besingen. Und genau solche Lieder findet ihr in Konamis Tanzspiel Dance Evolution.

Wenn euch das japanische Musik-Genre gänzlich unbekannt ist, werdet ihr keines der 30, extrem kurzen Musikstücke kennen. Verständlicherweise schreckt das viele potenzielle Top-Tänzer ab. Seid ihr dagegen offen für Neues und möchtet gerne einen Einblick in die asiatische Kultur erhalten, könnte euch Dance Evolution im ersten Moment sogar gefallen. Schließlich wird dieser spezielle Pop-Geschmack in keinem anderen Videospiel befriedigt. Selbst das gelungene Dance Central orientiert sich eher an westliche Musikrichtungen. Konamis Tanzspiel besitzt also Potenzial.

Konami setzt Japan-Klischees gnadenlos um.Konami setzt Japan-Klischees gnadenlos um.

Schulmädchen mit großen Brüsten

Im ersten Moment sieht es so aus, als ob Dance Evolution den anspruchsvollen Japan-Geschmack befriedigen könnte. Das Spiel kommt mit einer schrillen Optik daher, die keine Anime-Serie toppt. quietschbunte Farben hier, grelle Lichteffekte da und piepsige Mädchenstimmen dort. Sogar fast alle Tänzer könnten aus bekannten Mangas entsprungen sein. Einmal tanzt euch die unschuldige Schülerin in knapper Bekleidung und großer Oberweite einen Liedchen vor, das andere Mal taucht ein extrem dünner Jüngling mit weiblicher Frisur auf dem Bildschirm auf.

Neben der guten Präsentation, die hier und da einen Feinschliff verdient hätte, ist die Kinect-Einbindung gelungen. Ihr bedient die Menüs mit eurem rechten Arm ohne jegliche Probleme. Dabei ist die Erkennung sehr präzise, was den fatalen Schluss zulässt, dass die Tänze in Dance Evolution genauso gut funktionieren. Das tun sie allerdings überhaupt nicht.

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