Test DanceEvolution - Seite 2

Das Spiel bringt euch das Posen bei, nicht das Tanzen.Das Spiel bringt euch das Posen bei, nicht das Tanzen.

Die Pose halten

Wir sind uns nicht einmal sicher, ob wir Dance Evolution als Tanzspiel bezeichnen sollen. Im Grunde genommen posiert ihr nur. Entweder ihr schwingt im Takt der Musik euren Arm und zerstört damit eine Anzeige auf dem Bildschirm oder ihr tippt mit dem Fuß im richtigen Moment auf den Boden. Manchmal sollt ihr eine Pose nachahmen und diese für ein paar Sekunden halten. Im Grunde genommen beachtet ihr nur aufploppende Anzeigen, die euch eine bestimmte Bewegungsart befehligen. Erscheint ein Kreis, sollt ihr gegen diesen "schlagen". Taucht dagegen eine längliche Linie auf, sollt ihr diese mit euren Armen so schnell wie möglich nachmalen. Eine Choreografie kommt so nicht zustande. Egal, in welcher Schwierigkeitsstufe ihr tanzt. Das liegt einfach daran, dass ihr euch nur auf die Anzeigen konzentriert. Was die Tänzer im Vordergrund so treiben, dürfte euch recht schnell schnurz sein.

Daneben fällt die fehlerhafte Erkennung eurer Bewegung negativ auf. Während sie im Menü wunderbar funktioniert, schwächelt sie bei den Tänzen gewaltig. Öfter als euch lieb ist registriert das Spiel eure Tanzeinlagen als fehlerhaft, obwohl ihr sie perfekt ausgeführt habt. Ebenso kommt es auch vor, dass ihr völlig aus dem Takt geratet, die Bewegungen irgendwie imitiert und genau in diesem Moment eine traumhafte Wertung einheimst. Ein gewaltiger Kritikpunkt, falls ihr eure Tanzfähigkeiten mit dem Spiel wirklich ausbauen wollt.

Wo hat Konami bloß den Spielspaß versteckt?Wo hat Konami bloß den Spielspaß versteckt?

Traurige Tanzschule

Mit Dance Evolution werdet ihr das Tanzen ohnehin nicht erlernen. Schließlich bietet das Spiel lediglich eine Einstiegshilfe, die die aufploppenden Anzeigen erklärt. Eine Tanzschule, die euch die Tänze der einzelnen Lieder näher bringt, gibt es nicht. Auf diese Weise zwingt euch das Spiel, ein Musikstück zu tanzen, das ihr vielleicht nicht einmal kennt und dessen Choreografie ihr noch nie gesehen habt. Dadurch startet ihr jeden Song mindestens drei Mal, um alle Bewegungsabläufe zu verinnerlichen. Habt ihr das geschafft, bietet euch das Spiel wiederum nicht mehr. Denn ein höherer Schwierigkeitsgrad bedeutet schlicht mehr Anzeigen, die auftauchen. Die Bewegungen ändern sich nicht. Wenn ihr also einen Tanz in und auswendig beherrscht, bietet euch der Titel keine Herausforderung mehr.

Der Mehrspielermodus rettet Konamis Produkt ebenfalls nicht. Weder offline noch online legt er die Latte höher. Im Koop-Modus, den ihr zu zweit bestreitet, wird euch nicht angezeigt, welche Bewegungen ihr ausführen sollt und welche euer Kontrahent. Verwirrt tanzt ihr so einfach alles nach und bekommt zum Ende hin eine Punktzahl, die eurem Einsatz nicht gerecht wird. Im Online-Modus hingegen wagt ihr mit einem anderen Xbox-Live-Nutzer ein Tänzchen und ahmt die Tanzschritte wie im Einzelspielermodus nach. Was sich nach einer gelungener Spielvariante anhört, entpuppt sich schnell als unbrauchbar, da ihr online nur mit extrem viel Glück einen willigen Partner findet. Einmal durchgetanzt, bietet euch das Spiel daher wenig. So verstaubt es allein und verlassen in der Ecke, während Konkurrent Dance Central zumindest immer wieder einen neuen Anreiz schafft. Schade Konami, aber mit diesem vermurksten Tanzspiel machst du einfach niemand glücklich.

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