Test Cyberbike: Fit durch Strampeln am Heimtrainer

von Martin Weber (17. November 2010)

Die Wii-Konsole entwickelt sich mehr und mehr zur Gadget-Plattform: Ein Heimtrainer schickt die Spieler nun auf die Spuren von Lance Armstrong. Zockt man sich mit der neuen Peripherie wirklich schlanker als mit Kinect, Move und Co.?

Ob Sonne oder wie hier Regen - geradelt wird immer.Ob Sonne oder wie hier Regen - geradelt wird immer.

Zur Markteinführung Ende 2006 wurde die Wii-Konsole als die Fitness-Animationskonsole schlechthin angepriesen. Neben allen möglichen Fitness- und Funsport-Programmen setzte Nintendos Zappelkasten vor allem auf originelle Peripherie wie Tennisschläger-Aufsätze, Golfschläger-Extensions oder auch das berühmt-berüchtigte Balance-Board. Die Richtung war seitdem klar: Diese Konsole will ran an den Speck - vor allem die Pfunde der Couch-Potatoes sollen purzeln. Die Spielehersteller versuchten dies beispielsweise mit EA Sports Active oder Wii Fit.

Nun schickt sich Zubehör-Spezi Bigben Interactive an, einen weiteren Großangriff auf den Bauch der Konsoleros zu unternehmen. Mit dem Cyberbike sollen wieder einmal spielerisch und körperbetont sowohl Punktekonto als auch Kalorienverbrennung geknackt werden. Während der Zeiger auf der Highscoreliste allmählich ansteigt, soll die böse Waage also stetig niedrigere Werte offenbaren.

So sieht das Cyberbike aufgebaut vor eurem Fernseher aus.So sieht das Cyberbike aufgebaut vor eurem Fernseher aus.

Konkurrenz für die Muckibude - der mitgelieferte Heimtrainer

Die Konstrukteure haben beim Cyberbike Magnetic Edition die Pedalen, Stabilität und Verarbeitung verbessert. Vor allem die Treter profitieren nun vom magnetischen Bremssystem. Eine solche Vorrichtung findet sich auch bei den Hometrainern, die man aus dem Fitness-Studio kennt. Diese werden allerdings weniger einfach aufzubauen sein: Lediglich der Halteständer muss an den Korpus geschraubt, der Lenker aufgesteckt und die Pedalen angebracht werden, schon können die Zocker gegen ihr schlechtes Gewissen anstrampeln.

Sattel und Lenker sind höhenverstellbar, damit sich die Kids gemeinsam mit den Eltern auf dem Bike vergnügen können.Für kräftige Waden sorgt ein drehbarer Regler für erhöhten Widerstand beim Treten. Schwerer als 130 kg sollten die Spieler übrigens nicht sein: Irgendwann erreicht auch das Cyberbike die Grenzen seiner Tragkaft.

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