Test Deadly Premonition: Guter Horror für kleines Geld

von Redaktioneller Mitarbeiter (25. November 2010)

Deadly Premonition ist ein gutes Spiel. Es hat miese Grafik, grauenvolle Animationen und unmotivierte Synchronsprecher. Ihr findet das widersprüchlich? Wir nicht. Echter Horror, exklusiv für Xbox 360.

Die Grafik ist nicht auf dem neusten Stand.Die Grafik ist nicht auf dem neusten Stand.

Es ist nicht übertrieben, zu sagen, dass Deadly Premonition eines der merkwürdigsten, verrücktesten und ungewöhnlichsten Spiele der vergangenen Jahre ist. Selten zuvor war es gleichzeitig so faszinierend und grauenvoll ein Spiel zu spielen - Deadly Premonition ist ein zweischneidiges Schwert, das jedoch viel Spaß macht.

Bereits der Beginn zeigt, dass das Spiel für PlayStation 2 geplant war - die Grafik ist teilweise grauenvoll, die Texturen sind matschig und die Animationen für die Xbox 360 nicht zeitgemäß. Und dennoch ist es ein Ausnahme-Titel - zeitweise erinnert Deadly Premonition von der Handlung, den Charakteren und der Atmosphäre an die TV-Serie Twin Peaks oder Grusel-Klassiker Silent Hill.

Ihr trefft ihm Spiel auf viele interessante Charaktere.Ihr trefft ihm Spiel auf viele interessante Charaktere.

Abgedrehtes Figurendesign

Das Spiel lebt von seinen kreativen Charakteren. Protagonist Francis York Morgan ist ein perfektes Beispiel für einzigartige Personen, die es so noch nie in einem Spiel gegeben hat. Sein Profil: Kettenraucher, Spezialist beim FBI für Morde an Frauen, arroganter Mistkerl und wirklich verrückter Psychopath. Er hat zwei gespaltene Persönlichkeiten, redet regelmäßig mit ihnen und sorgt für ungewollt viele Lacher. Dass gerade so jemand beim FBI arbeitet, ist verrückt.

Sowieso alles ist hier verrückt. Denn im Laufe der Geschichte, in der Francis einem Mord auf der Spur ist, begegnet er den komischsten Wesen. Sobald ihr an einem der Tatorte ankommt, versetzt euch das Spiel in eine andere Welt. Dort wollen euch fiese Kreaturen an den Kragen - hier beginnt der echte Horror im Spiel. Sie kommen mit verdrehten Körperteilen auf euch zu und wollen euch, ohne Witz, die Hände in den Mund stecken.

Dieser mysteriöse Typ verfolgt euch.Dieser mysteriöse Typ verfolgt euch.

Langsamer Spielablauf und genialer Soundtrack

Dabei ähnelt der Spielablauf dem Spielprinzip von Resident Evil 5. Ihr könnt nur schießen, wenn ihr stillsteht und bewegt euch elendig langsam. Auch wenn York zielt, kommt ihr euch vor wie ein alter Opa. Dennoch sind Abschnitte verdammt gruselig und atmosphärisch, da das Gegnerdesign überzeugt und es ein wenig an Silent Hill 3 erinnert.

Ab und zu taucht ein mysteriöser Mann im roten Regenmantel auf (siehe Bild), der noch viel erschreckender als alles andere im Spiel ist. Dabei werdet ihr zeitweise von ihm verfolgt und versteckt euch entweder oder flieht in einer Knopfdrück-Sequenz. All das wird spannend inszeniert und zerrt richtig an den Nerven - Schockmomente sind programmiert. Intensiviert wird das durch den sehr ungewöhnlichen Soundtrack - Jazz kombiniert mit zarten Klängen. Genau so abgedreht wie der Rest des Spiels. Dennoch unterstreicht die Musik die einzelnen Situationen grandios.

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