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Die Sims (PC)

Artikel veröffentlicht am 24.03.2000

Gute Zeiten und weniger gute Zeiten muss man in dem neusten Spiel aus dem Hause Maxis, die bereits durch ihre SimCity-Reihe bekannt ist, durchleben. Und zwar nicht als Bürgermeister einer Stadt, sondern als Lenker und Denker einer einzelnen Person oder gar einer ganzen Familie. Was diese Personen-Simulation zu etwas Besonderem macht, lest Ihr hier in unserem Test ... Von dietmar

Das Spiel - Zu Beginn des Spiels kann man aussuchen, ob man erst einmal ein kurzes Tutorial durchlebt, oder ob man gleich eine Familie wählt oder erstellt und drauflos simuliert. Was rauskommt, wenn man so drauf los simuliert, musste meine Freundin leidlich erfahren, als ihr Sim in Folge eines Herdbrandes durchdrehte und verstarb ... Wer also seinem Sim einen guten Start wünscht, der sollte sich ruhig das Tutorial zu Gemüte führen. Hier wird einem gezeigt, was wann und wie gemeistert wird. Was aber soll man sich jetzt genau unter dem Begriff "Personen-Simulation" vorstellen? Nun, man steuert einen Sim, also eine küstliche "Intelligenz" in Form eines Männchens oder Weibchens, und muss diesen Dinge tun lassen, die für ihn lebensnotwendig sind. Was dem Sim fehlt, entnimmt man einer Anzeige, die acht Punkte bewertet: Hunger, Komfort, Hygiene, Harndrang, sowie Energie, Spaß, Soziales Leben und Wohnung.

Während der Mann badet sieht sich die Frau einen Liebesfilm an.

Die Anzeigen sind in Form eines Balkendiagramms, wobei der grüne Bereich positiv und der rote negativ bedeutet. Hat Dein Sim z. B. Hunger, so äußert sich das in einem größeren roten Bereich innerhalb der "Hunger"-Anzeige. Nun solltest Du Deinen Sim schnellstmöglich zum Kühlschrank schicken, damit er einen Happen zu sich nimmt. Essen wirkt sich allerdings negativ auf den "Harndrang" aus, so dass Dein Sim eben nach dem Essen auch mal die Örtlichkeit besuchen sollte.

Jeder gut erzogene Mensch weiß, dass man nach dem Besuch der Toilette sich die Hände waschen sollte. Auch bei den Sims ist das nicht anders. Ansonsten leidet die "Hygiene"-Anzeige sehr darunter. War Dein Sim den ganzen Tag auf den Beinen, so sehnt er sich nach "Komfort". Den gönnt man ihm und lässt ihn auf einem bequemen Stuhl oder auf einem Sofa sitzen. Hier kann man auch mehrer Bedürfnisse miteinander kombiniert stillen, indem man seinen Sim während dem Sofasitzen auch gleich noch fernsehen lässt. Dies steigert die Wertung für Komfort und Spaß zugleich. Oder Dein Sim nimmt ein Bad in der Badewanne. Das bringt Komfort- und Hygiene-Punkte. Damit das "soziale Leben" Deines Sims nicht zu sehr leidet, sollte Dein Sim ab und zu ein paar Gäste einladen und sich mit diesen unterhalten und Freundschaften schließen. Doch hier ist Vorsicht geboten! Natürlich kann man ein Ehepaar einladen.

Tanzen verbindet und macht Spaß!

Kommt man aber auf die Idee, mit einem der beiden zu flirten , so kann der Ehepartner ziemlich sauer werden. Dies hat zur Folge, dass der Beziehungswert zu dieser Person abnimmt und dieser verärgert abhaut. Aber man kann sich auch gut mit einem Single verstehen, diese Beziehung besonders pflegen und sogar diesen Sim heiraten. Also Dein Sim den anderen, nicht Du!

Ist das geschehen, so musst Du nun beide Sims versorgen. All das klingt ja nun ziemlich einfach. Ist es aber nicht ganz so. Dein Sim braucht nämlich auch Geld zum Leben und um sich neue Möbel zu kaufen oder das Haus auszubauen. Dein Sim sollte also eine Arbeitsstelle finden, und zwar so früh wie möglich! In den meisten Fällen wird Dein Sim dann morgens um 8 Uhr abgeholt und kommt um 16 Uhr wieder nach Hause. Jetzt kommt es darauf an, diesen Zeitplan einzuhalten und außerhalb der Arbeitszeit die Bedürfnisse Deines Sims zu stillen. Hier ein kurzer Alltag eines Sims: 6 Uhr klingelt der Wecker, die Blase drückt, der Schlafmief hängt noch in den Knochen und der Magen knurrt. Also erst was essen, dann aufs Klo und danach noch Duschen. Ist noch Zeit für ein bisschen Tanzen vor dem Radio? Oh nein, die Fahrgemeinschaft wartet schon! Nichts wie hin, sonst fahren die noch ohne Deinen Sim ab. 8 Stunden arbeiten.

Ein zwar noch kleines Haus, aber schön anzuschauen.

Zuhause wieder angekommen sollte ich mal sehen, ob Rechnungen im Briefkasten liegen. Nein, heute nicht. Der Tag hat ziemlich an der Energie gezehrt, also erstmal ein Nickerchen auf der Couch. Nach etwa einer Stunde etwas erholt wieder aufwachen und zum Kühlschrank, Abendessen machen. Am besten gleich für mehrere Personen, denn heute möchte ich einen Freund einladen.

Essen ist fertig. Auf zum Telefon und den Fritz einladen. Fritz putzt sich nur noch kurz die Zähne und kommt dann. Super! Das heißt, Dein Sim hat noch etwas Zeit und duscht noch geschwind. Dein Sim steht unter der Dusche und singt gut gelaunt. Fritz klingelt an der Tür. Schon da? Naja, jetzt schnell die Tür öffnen und Fritz begrüßen. Fritz erzählt gleich die letzten Neuigkeiten und der Magen Deines Sims hängt schon bei seinen Knien. Reingehen und essen. Fritz folgt brav und nimmt sich auch einen Teller. Von wegen "Mit vollem Mund spricht man nicht"! Beide quasseln während des Essens drauflos. Tut das gut, dass man miteinander reden kann. Aber nur Reden wird mit der Zeit auch langweilig. Tanzen? Nö, nicht mit Fritz! Flirten? Öhh ... Schach spielen scheint mir ein guter Zeitvertreib zu sein. Das steigert auch gleich das "logische Denken", das im Beruf gefordert ist. Kurzer Blick auf die Uhr: 23 Uhr!!! Wo ist die Energie geblieben?

Ein Bad nach der Arbeit tut gut.

So Fritz, Dich muss ich jetzt leider verabschieden, sonst kommt mein Sim am nächsten Morgen nicht aus den Federn. Schnell noch aufs Klo und unter die Dusche und dann ab ins Bett. Zufrieden schläft Dein Sim nach des Tages Lasten ein und träumt wirres Zeug von Fußball , Schach und Blumen. Bis um 6 Uhr der Wecker wieder klingelt ...

Die Grafik und der Sound - Sowohl optisch als auch akustisch kann Die Sims überzeugen. Die Häuser, die Einrichtung und die Sims selbst sind mit einer solchen Detailverliebtheit gestaltet, dass es eine wahre Freude ist, dem Alltag Seines Sims zu folgen. Die Landschaft lässt sich auf vier Perspektiven und drei Zoomstufen betrachten. Wobei die Nahansicht am schönsten ist. Die Sims sprechen weder Englisch noch Deutsch, sondern eine eigene Sprache mit leichter Englischanlehnung. Schaltet man den Fernseher ein, so kann man zwischen vier verschiedenen Programmen wählen, die sich jeweils in der Klanguntermalung unterscheiden. Genauso ist es auch mit dem Radio. Allerdings kann ein Sim nicht bei laufendem Fernseher oder Radio schlafen, wenn sich das entsprechende Gerät im Schlafzimmer befindet. Alles in allem ist Die Sims ein absolut stimmiges Spiel, das wir mit dem Spieletips-Award prämieren.

spieletipps meint: Der Grundstein für die erfolgreichste Spiele-Serie überhaupt simuliert das Leben exakt bis ins kleinste Detail und schafft damit gleichzeitig ein neues Genre.
90
Spieletipps-Award

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