Test Tom Clancy's Ghost Recon: Auf Wii mit Lightgun statt Taktik

von Roland Mühlbauer (25. November 2010)

Taktikspiel Ghost Recon als simple Lightgun-Ballerei für Wii? Manchmal fällt der Apfel doch weiter vom Stamm. Warum man den jüngsten Ableger der Erfolgsserie als Fallobst bezeichnen könnte, lest ihr hier.

So sieht Ghost Recon auf der Wii aus.So sieht Ghost Recon auf der Wii aus.

Bekannt und beliebt wurde die Ghost-Recon-Reihe bisher aufgrund ihrer gelungenen Mischung aus Taktik und Action. Bei den bisherigen Teilen für PC und Konsolen galt es, ein Team zu befehligen. Ihr sondiert dort das Terrain, nutzt die Vorteile des Geländes, positioniert eure Männer und schlagt dann zu. Oder schleicht euch auch einfach mal am Feind vorbei. Außerdem war für die Bewältigung der Missionen der durchdachte Einsatz von technischen Hilfsmitteln wie zum Beispiel Drohnen und MULE essentiell. Der Versuch, sich einfach als Rambo durchzuballern, war bisher eher kontraproduktiv für den Erfolg im Spiel.

Schon die Abwandlung dieses Prinzips beim PSP-Ableger Advanced Warfighter 2, in dem sich Captain Mitchell als Einzelkämpfer durchschlagen sollte, wurde von Anhängern und Kritikern skeptisch aufgenommen, erst der PSP-Nachfolger Predator mit einem Dreier-Team versöhnte sie halbwegs. Nun aber erschien auf der Wii ein Titel, der eine komplett andere Spielmechanik bietet.

Von Deckung zu Deckung: Der gelbe und weiße Haken markieren den nächsten Wegpunkt.Von Deckung zu Deckung: Der gelbe und weiße Haken markieren den nächsten Wegpunkt.

Festgelegte Wegpunkte

Eine erste Ahnung bekommt ihr bereits bei der Beschreibung der Steuerung, die übrigens auch gut mit dem Zapper umgesetzt werden könnte. Es gibt keine Möglichkeit, anderen Befehle zu erteilen; der Nunchuk-Stick wird nur für die Wahl der Waffen eingesetzt, nicht für die Bewegung eures Kämpfers. Mit der Pointer-Funktion der Wii-Remote steuert ihr lediglich euer Fadenkreuz. Tatsächlich könnt ihr euch nur fortbewegen, indem ihr auf die nächste vom Programm vorgegebene und markierte Deckung klickt. So hastet ihr einen vorgeschriebenen Weg entlang, während das Spiel an fast jeder Station neue Feinde auf euch loslässt, die es schnell zu eliminieren gilt. Ein Knopf, um sich aus der Deckung hervorzulehnen, und ein Knopf für den Abzug - Eine Erfahrung, die sich durchaus mit einer Schießbude vergleichen lässt!

Glänzten frühere Ghost-Recon-Spiele durch spielerische Freiheit, dürft ihr hier also nur entscheiden, wann ihr zur nächsten Deckung lauft, wann ihr Maschinengewehr, Scharfschützengewehr oder Granaten einsetzt, ihr euch heilt, und welche Feinde ihr als erstes aufs Korn nehmt. Wobei ihr auch nicht ewig in einer Stellung verharren könnt, weil öfter ein Zeitlimit oder auch der Einsatz von Giftgas seitens des Feindes ein flottes Vorrücken notwendig macht.

Wie nett, sie feuern im Duett.Wie nett, sie feuern im Duett.

Zu zweit ist man weniger allein

Zumindest trotzt ihr den Heerscharen der Feinde nicht allein. Stets ist ein Kamerad an eurer Seite, der mit euch durch dick und dünn geht und entweder vom Computer oder einem zweiten Spieler gesteuert wird; vorausgesetzt, ihr habt eine zweite Wiimote samt Nunchuk und einen ballerbegeisterten Freund zur Verfügung. Insofern ergibt die Einschränkung der Bewegungsfreiheit natürlich Sinn. Andernfalls könnte man kaum zu zweit vor einem Bildschirm (ohne geteilten Bildschirm) spielen, ohne dass einer der beiden seine Figur aus den Augen verlieren würde. Problematisch wird es allerdings schon wieder, wenn ihr zum Scharfschützengewehr greift. Dann wird in den unteren Bidschirmecken ein winziges Feld zur Ausrichtung eurer Waffe angezeigt, in dem ihr aber kaum etwas erkennen könnt.

Ansonsten geht die Fixierung auf das Zweierteam so weit, dass eine Mission gescheitert ist, sobald einer der beiden stirbt. Und während ihr beim Zusammenspiel mit dem computergesteuerten Kameraden für die Heilung beider zuständig seid, kann man sich beim Spiel zu zweit nur gegenseitig die Erste-Hilfe-Pakete verabreichen. Ihr erledigt das, indem ihr mit dem Fadenkreuz den Kameraden anvisiert.

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