Test Tales of Monkey Island: Endlich wieder Guybrush auf Disk

von Andreas Hecken (02. Dezember 2010)

Mache Leute sagen, Monkey Island sei das beste Adventure der Welt. Andere behaupten, dass die Serie seit dem dritten Teil kontinuierlich an Spielwitz verliere. Fest steht: Tales of Monkey Island reicht auch auf DVD nicht an die ruhmreiche Vergangenheit der Reihe heran. Schlecht ist es deshalb nicht. Ganz und gar nicht.

Guybrush ist wieder da und noch so trottelig wie früher.Guybrush ist wieder da und noch so trottelig wie früher.

Guybrush ist wieder da. Sage und schreibe neun Jahre nach seinem großen Sieg über den Erzrivalen Le Chuck kämpft unser aller Lieblingspirat wieder für Gerechtigkeit. Ist es tatsächlich möglich, die affenbrotbaumhohen Erwartungen zu erfüllen? Ist Guybrushs bessere Hälfte Elaine immer noch sauer oder wird der untote Pirat diesmal siegen?

Tales of Monkey Island ist die Sammlung der fünf einzeln erschienenen Tales-Episoden. Diese hatte Entwickler Telltale Games (Sam and Max) nach und nach als Download-Inhalte digital ins Netz gestellt, Käufer mussten sie aber als Set erwerben. Jetzt gibt es sie für PC auf DVD. Jede einzelne Episode spielt ungefähr vier bis fünf Stunden und knüpft an einen nie veröffentlichten fünften Teil an. Aber wen juckts, denn schließlich hat sich seit dem ersten Teil die Rahmenhandlung kaum geändert: Guter Pirat jagt bösen Pirat, weil böser Pirat hübsche Piratenbraut entführt hat. Hübsche Piratenbraut entkommt mit Hilfe von gutem Pirat und verliebt sich in ihn. Böser Pirat stirbt. Auch im neuen Abenteuer bleibt diese Formel erhalten. Nur die hübsche Piratenbraut ist etwas zickiger geworden, denn inzwischen ist sie ja mit gutem Pirat verheiratet. Außerdem ist böser Pirat ja schon seit langem unsterblich.

Flotsam Island - Schauplatz der ersten Episode.Flotsam Island - Schauplatz der ersten Episode.

Bloß keine ernsthafte Story

Üüüberraaaschung: Le Chuck, der hinlänglich als unverbesserlicher Schurke bekannte Kapitän, will Elaine zu seiner unterwürfigen Braut machen. Dafür bringt er sie in seine Gewalt und wartet auf den Rettungsversuch von ihrem trotteligen Gatten Guybrush Threepwood. Nachdem er diesen vernichtet hat, hängt sie sich an seinen brennenden Bart und ist ihm für immer und ewig treu ergeben. Das zumindest ist der Plan. Aber der geht schief, soviel sei verraten. Nach einigem Wortgeplänkel und den ersten sinnfreien, aber logisch aufgebauten Rätseln macht es Kawumm und Guybrush erwacht auf einer Insel, von der kein Segelschiff entkommen kann. Deshalb wird er erst einmal Reporter.

Anhänger der inzwischen zwanzig Jahre alten Adventure-Serie Monkey Island ziehen dabei vermutlich kurz die Mundwinkel hoch und denken "Alles klar, noch genau so schräg wie eh und je." Der Rest kommt mit diesem Humor wahrscheinlich nicht zurecht und spielt lieber Myst 5 - End of Ages.

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