Test Worms Battle Islands: Krieg der Würmer mit Basenbau auf PSP

von Roland Mühlbauer (03. Dezember 2010)

Den Feind mit dem eigenen Würmer-Stoßtrupp zu vernichten reicht bei Worms: Battle Island nicht mehr. Jetzt kommt Basenbau und Inselklau hinzu! Danach folgt allerdings die taktische und beliebte 2D-Wurmkeilerei.

Ballistische Kurve: Die Bazooka ist eine Standardwaffe.Ballistische Kurve: Die Bazooka ist eine Standardwaffe.

Bereits seit 1995 herrscht Krieg im Reich der Wirbellosen: So lange schon rücken sich die namengebenden Würmer gegenseitig auf den Pelz, um sich Zug um Zug das Lebenslicht auszublasen. Von vorübergehenden Ausflügen ins 3D-Genre abgesehen, meucheln die Würmer-Mannschaften streng zweidimensional: Auf dem Querschnitt einer unwegsamen Landschaft sitzen pro Team jeweils eine Handvoll Würmer. In jedem (zeitlich begrenzten) Zug darf der Spieler einen Wurm bewegen und dessen Waffe auf den Feind abgefeuern. Dann ist der Gegner an der Reihe und macht dasselbe. Wer übrig bleibt, gewinnt; wenn ein Spiel zu lange dauert, steigt das Wasser kontinuierlich an und ertränkt irgendwann die kleinen Krieger.

Mit dieser einfachen Mischung aus Taktik und Geschick bereitet Worms gerade in den Mehrspielermodi enorm viel Freude. Gerade die zweite Umsetzung für die PSP Worms - Open Warfare 2 bot dabei ein vollständiges Spielspaßpaket mit bis zu vier Teams, einer ausführlichen Kampagne und einem riesigen Waffenarsenal, von konventionelleren Knarren wie Bazooka, Schrotflinte und Uzi über mehrere Granatenarten bis hin zu so phantastischen Erfindungen wie Betoneseln und explodierenden Superschafen.

Hier hat ein Spieler schon fleißig Inseln gesammelt.Hier hat ein Spieler schon fleißig Inseln gesammelt.

Ergänzen statt verändern

Battle Islands rüttelt erstmal kaum am bewährten Ablauf der Kämpfe. Wie oben beschrieben beharken sich auch dieses Mal bis zu vier Teams, bis nur noch eines übrig ist. Sound und Grafik bewegen sich auf dem Niveau des Vorgängers. Immerhin gibt es ein paar neue Themen bei den Schlachtfeldern, ihr dürft euch jetzt in der Arktis, im Dschungel, in der Wüste, unter Wasser, neben Chemiefabriken oder auf Atomwaffentestgeländen bekämpfen. Und mit Leuchtfackel und EMP-Granate haben die Entwickler auch zwei neue Waffen eingeführt. Darüber hinaus könnt ihr erstmals in einer Waffenfabrik eigene Waffen entwickeln.

Die wahre Innovation von Battle Islands liegt allerdings in dem, was um die Schlachten herum geschieht, beziehungsweise davor. Jedem Spieler gehört nun ein eigenes geheimes Hauptquartier mit einer Handvoll zugehörigen Inseln. Durch erfolgreiche Online-Kämpfe könnt ihr nun diese Inseln ausbauen und sogar neue Inseln hinzugewinnen! Allerdings droht euch bei einer Niederlage auch genauso der Verlust einer Insel.

Im Kriegszimmer könnt ihr auch Bunker anlegen.Im Kriegszimmer könnt ihr auch Bunker anlegen.

Der kluge Kommandant sorgt vor

Was nützt der Ausbau einer Insel? Vor jedes Gefecht haben die Programmierer diesmal stets einen Besuch im sogenannten Kriegszimmer gesetzt. Je besser die Insel ausgebaut ist, desto mehr Möglichkeiten bekommt ihr, bereits vor der Auseinandersetzung mit dem Feind einige Gemeinheiten vorzubereiten: Per Landschaftsaufklärung spioniert ihr vorher das Schlachtfeld aus. Mit einer Riesenbohrmaschine lassen sich Bunkerräume anlegen. Mit dem Fallschirmextra könnt ihr die Landebereiche eurer Würmer festlegen. Per Teleporter setzt ihr nützliches Gerät wie Minen, Fässer, automatische Geschütze, Leuchtfackeln oder Elektromagneten aufs Spielfeld. Taktische Rauchwolken verhüllen Teile der Landschaft. Ein Luftschiff dient als Schild oder auch als Plattform für die eigenen Truppen.

Per Waffenraub stehlt ihr dem Feind eine Waffe, um sie selbst einzusetzen. Der Hinterhalt gewährt den ersten Zug. Mit Scharfschützen oder einem frühen Luftschlag könnt ihr einzelne gegnerische Würmer bereits vorher schwächen. Medizinische Versorgung gewährt euren eigenen Würmern 15 Lebenspunkte mehr. Propaganda verführt den Feind zur Selbstüberschätzung, indem sie ihm vorgaukelt, er habe mehr Lebenspunkte. Das Kopieren von Entwürfen kann dem Gegner die Rezepte für die selbst gebastelten Waffen entreißen. Sehr interessant ist auch die Informationsenthüllung, die Einblick in die bisherigen Statistiken des Gegners verleiht, einschließlich dessen gewonnener und verlorener Kämpfe und der am meisten eingesetzten Waffen.

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