Test Michael Jackson: Der König des Pops lädt zum Tanz

von Sandra Friedrichs (07. Dezember 2010)

Im Sommer 2009 war es ein riesiger Schock: Michael Jackson ist tot. Das Leben des einstigen King of Pop endete abrupt und etliche Musikanhänger trauerten dem Star nach. Mit Michael Jackson: The Experience liefert Spielhersteller Ubisoft nun ein Tanzspiel rund um das Ausnahmetalent.

Michael Jackson lebt im Spiel weiter.Michael Jackson lebt im Spiel weiter.

Fasziniert schaut ihr euch wahrscheinlich immer noch die Musikvideos des King of Pops an. Die Choreografien sind immer noch spektakulär und lassen Tanz-Laien die Münder offen stehen. "Das will ich auch können", denken vielleicht einige unter euch. Die Entwickler von Just Dance geben euch mit Michael Jackson: The Experience nun die Chance dafür. Ihr dürft die berühmten Tänze und Schritte inklusive Moonwalk & Co. mit diesem Spiel unkompliziert lernen.

Während die Wii-Version schon jetzt erschienen ist, schauen Besitzer von PS3 und Xbox 360 bis voraussichtlich Februar kommenden Jahres in die Röhre. Dann dürfen auch sie zur fabelhaften Musik des verstorbenen Künstlers das Tanzbein schwingen. Allerdings haben die Wii-Spieler wenig Freude an dem Spiel, obwohl das erste Video etwas anderes vermuten lässt.

Ihr könnt die berühmtesten Jackson-Lieder mit wilden Choreografien nachtanzen.Ihr könnt die berühmtesten Jackson-Lieder mit wilden Choreografien nachtanzen.

Alt, bekannt

Das Spiel beinhaltet ausschließlich Lieder von Michael Jackson. Wenn ihr also seine Stücke nicht mögt, sagt euch The Experience nicht zu. Wer allerdings seine Musik mag, kann sich auf eine gelungene Auswahl seiner besten Werke freuen. Euch erwarten alle bekannten Jackson-Musikstücke. Entweder ihr tanzt wie ein Zombie in "Thriller", groovt zu "Smooth Criminal" oder legt einen herzzerreissenden Auftritt beim "Earth Song" hin. Allerdings hätte das Spiel gut und gerne noch ein paar mehr Musikstücke vertragen können. Schließlich erwarten euch lediglich 26 Lieder.

Das Spiel präsentiert die Songs darüber hinaus langweilig. Jedes Lied besitzt ein Standbild, im Vordergrund tanzen drei Tänzer. Einer von ihnen ist natürlich Michael Jackson, die zwei anderen sind Background-Tänzer. Die Charaktere sehen zwar im jeden Lied anders aus, zeigen sich aber immer in der gleichen, verwaschenen Comic-Optik. Ein Retro-Effekt, der allerdings nicht überzeugt. Die Präsentation hält einfach zu wenig Details parat. Die Tänzer haben immer die gleiche Mimik und der Hintergrund verändert sich im Lied auch nicht. Wäre es nicht eine gute Idee gewesen, wenn in Thriller im Hintergrund ein Wolf heult und Leichen aus Gräbern steigen? Nichts dergleichen erwartet euch. Liebe Entwickler merkt euch eins: Zu viel Retro ist nicht immer gut.

Für eine hohe Punktzahl braucht ihr nur die Wii-Fernbedinung zu schwingen.Für eine hohe Punktzahl braucht ihr nur die Wii-Fernbedinung zu schwingen.

Mit dem Arm wackeln

Zwei Choreografien stehen euch am Anfang eines jeden Liedes zur Wahl. Entweder schlüpft ihr in die Haut von Michael Jackson oder der Background-Tänzer. Allerdings unterscheiden sich die Bewegungen der beiden nur minimal. Das schadet dem Wiederspielwert enorm, da euch zu jedem Lied auch nur eine Schwierigkeitsstufe zur Wahl steht.

Habt ihr euch für einen Tanz entschieden, schnappt ihr euch die Wii-Mote. Auf dem Bildschirm erscheinen während des Liedes kleine Kärtchen, die euch den nächsten Schritt symbolisieren. Dann versucht ihr so exakt wie möglich, die Bewegung zu imitieren. Oder auch nur den rechten Arm zu bewegen, in der die Wii-Fernbedienung liegt. Das Spiel registriert nämlich nur, ob ihr die Steuerungseinheit bewegt oder nicht. So könnt ihr auch auf dem Sofa sitzen und einfach die Fernbedienung im Takt der Musik hin und her schwingen und dafür hohe Wertungen kassieren. Nichts für Perfektionisten, die alle Bewegungen exakt imitieren wollen. Natürlich bietet die Wii-Konsole kaum eine bessere Steuerungsvariante an, aber so verliert Nintendo tanzwillige Spieler an die Xbox 360 mit dem qualitativ viel besseren Dance Central.

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