Test John Daly's ProStroke Golf: Golfen à la Move

von Redaktioneller Mitarbeiter (15. Dezember 2010)

Was bietet sich besser für Sonys Bewegungssteuerung Move an als ein Golf-Spiel? Nicht viel, daher gibt sich der Profi-Golfer John Daly die Ehre mit seinem eigenen Videospiel. Ist er ein ernstzunehmender Konkurrent für Tiger Woods? Auf dem Golfplatz vielleicht, hier aber nicht.

Die Grafik ist veraltet - wenigstens die Schlag-Bewegungen erkennt das Spiel gut.Die Grafik ist veraltet - wenigstens die Schlag-Bewegungen erkennt das Spiel gut.

Kurz gesagt funktioniert bei John Daly's ProStroke Golf kaum etwas. Aber ein Element rettet das Spiel vor der vollkommenen Belanglosigkeit: Die sehr genaue Move-Steuerung. Das Spiel erkennt die Bewegungen präzise, die Verzögerungen zwischen den Bewegungen vom Controller zum Spiel sind kaum zu bemerken. Ihr verändert mit der T-Taste am Move-Controller die Abschlagsrichtung und wechselt dann mit der Move-Taste in einen anderen Modus. Dort seht ihr in Ego-Ansicht euren Schläger und den Ball, so dass ihr nun wesentlich besser abschlagen könnt. Eine Schlagkraftanzeige zeigt unterdessen an, wie kräftig ihr den Schläger schwingt. Auch kleine Bewegungen des Handgelenks beeinflussen die Flugbahn des Balles - sehr schön!

Der Rest ist absolut belanglos. Grafisch präsentiert sich das Spiel auf dem Niveau von PlayStation 2. Tiger Woods PGA Tour 11 sieht wesentlich besser aus. Und selbst John Daly steht in Sachen Gesichtszügen und Animationen nicht so gut dar. Auch die wichtigste Komponente, das Gras, sieht furchbar aus.

In der Ego-Perspektive könnt ihr zahlreiche Einstellungs-Möglichkeiten vornehmen. Nur nicht zu kräftig abschlagen!In der Ego-Perspektive könnt ihr zahlreiche Einstellungs-Möglichkeiten vornehmen. Nur nicht zu kräftig abschlagen!

Allein gegen John Daly

Ihr nehmt nicht die Rolle von John Daly höchstpersönlich wie der Name vielleicht vermuten lässt. Stattdessen tretet ihr lediglich als gesichtsloser Golfer gegen den Herrn Daly an. Im Rahmen von einigen Herausforderungen ist es eure Aufgabe, gegen den Profi-Golfer zu gewinnen - wer hat am wenigsten Abschläge, wer schlägt am weitesten und so weiter. Wirklich motivierend ist das nicht, da die Herausforderung fehlt. Und auch den Golf-Tunieren mangelt es an Spielspaß, denn um dort erst einmal hinzukommen, sind alle Herausforderungen gegen John Daly Pflicht.

Ebenfalls verbesserungswürdig sind die Menüs des Spiels. Zunächst ist der Move-Controller zu sensibel eingestellt - jede kleine Bewegung des Controllers ist im Spiel, etwas übertrieben gesagt, ein kompletter Wink über den gesamten Bildschirm. Und das Schlimme: Ihr könnt die Sensitivität nicht verändern! Es fehlt dem Titel einfach der Feinschliff: Die langweilige Präsentation lässt wenig Atmosphäre aufkommen, die nervigen Kommentare treiben euch in den Wahnsinn.

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