Test Kung Fu Live: Luftboxen vor der Kamera, ganz ohne Kinect

von Roland Mühlbauer (20. Dezember 2010)

Schafft Platz im Wohnzimmer für ein Training der besonderen Art! Ihr selbst werdet zur Hauptfigur in einem Prügelspiel und dürft nach Herzenslust nach euren Gegnern schlagen und treten - die EyeToy-Kamera für PlayStation 3 nimmt euch dabei auf und setzt euer Abbild direkt in die einzelnen Level ein.

Per Blitzschlag sind die Gegner bald gebrutzelt.Per Blitzschlag sind die Gegner bald gebrutzelt.

So einfach die Idee, so verblüffend die Umsetzung: Nach einiger Kalibrierungsarbeit an der Kamera, dem Einschalten ausreichender Beleuchtung (im Test verwendeten wir eine Tageslichtlampe und einen Deckenfluter) und der Wahl eines Outfits, das sich möglichst kontrastreich von der Umgebung abhebt, kann die PlayStation 3 euch tatsächlich vom aufgenommenen Hintergrund unterscheiden und euer Abbild in computergenerierte 2D-Umgebungen einsetzen. So könnt ihr fortan ganz ohne Controller böse Jungs verhauen.

Dabei erkennt das Spiel nicht nur eure Schläge und Tritte, eure Bewegungen werden sogar noch um ein Vielfaches potenziert. Ein kleiner Ausfallschritt eurerseits bewirkt einen Fünf-Meter-Sprint eures Abbilds. Ein schneller Sprung mit hochgerissenen Armen, und euer Abbild schlägt einen Salto. Später könnt ihr sogar durch das Einnehmen bestimmter Körperhaltungen Blitze aus euren Händen abfeuern, die Zeit verlangsamen, per Erdbeben die Wände und Gegner wackeln lassen oder im Aufwind eines Luftstroms nach oben fliegen.

Der Superschlag ist eine eurer besten Waffen.Der Superschlag ist eine eurer besten Waffen.

Lust und Frust

Bei den ersten Levels sollt ihr damit gleich große oder kleinere Gegner als euch in Schach halten. Das funktioniert noch richtig gut. Locker luftboxt ihr euch durch die Scharen der Angreifer und feiert flugs durchschlagende Erfolge. Besonders effektiv ist dabei ein Superschlag in eine Richtung (durch das gleichzeitige Boxen mit beiden Armen), und gleich im Anschluss einen Ausfallschritt in die Gegenrichtung, um wieder die Reichweite eurer Feinde zu verlassen. Und wenn es eng wird und die Schufte von beiden Seiten kommen, hilft ein Sprung beim Entkommen.

Deutlich kniffliger wird es im achten Kapitel, wenn ihr es plötzlich mit zwei Riesen zu tun bekommt. Diese sind zwar langsam, aber sehr stark. Es nützt nichts, gegen deren Füße zu schlagen. Also weicht ihr aus, um euch im Luftstrom nach oben tragen zu lassen. Dort landet ihr auf Plattformen und kämpft von dort oder gar während eures Flugs - hier zeigt sich die Beschränkung der Ganzkörpersteuerung. Was mit einem präzisen Controller ein Leichtes wäre, gerät zum Himmelfahrtskommando. Ihr könnt euch physisch nicht ständig in eine Richtung bewegen, die Ausmaße des Zimmers zwingen euch dazu, auch wieder zurück zur Mitte zu gehen, was natürlich die Kamera registriert. Schwupps ist euer Abbild wieder von der Plattform gestürzt und Frust kommt auf.

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