Test Kung Fu Live - Seite 2

Die Comic-Zwischensequenzen besitzen echtes Trash-Appeal.Die Comic-Zwischensequenzen besitzen echtes Trash-Appeal.

Ein Comic mit euch als Hauptperson

Dennoch garantiert das Spiel zumindest bis dorthin einen Heidenspaß. Grafisch hält es allerdings nicht mit einem Super Street Fighter 4 oder Soul Calibur 4 mit. Dafür glänzt Kung Fu Live mit einer interaktiv erzählten Rahmenhandlung zwischen den Kapiteln. Zunächst sollt ihr vor der Kamera bestimmte Posen einnehmen. Diese Schnappschüsse merkt sich das Programm und erzählt dann in einem lustigen Comic mit eben diesen Bildern von verwunschenen Läden, verfluchten Bildern, nächtlichen Überfällen, Prüfungen mit Kung Fu-Meisterinnen und wie ihr schließlich in die finstere Welt des Oberfieslings hineingezogen werdet. Das Spiel verschont kaum ein Klischee, alles nimmt der humorige englischsprachige wahlweise weibliche oder männliche Sprecher gehörig auf die Schippe. Bis hin zu philosophierenden Riesen, die sich nur vor dem Gegner als Barbaren geben. Deutsche Untertitel helfen beim Verständnis.

Und falls ihr mal in der Kampagne stecken bleibt, sorgen noch Einzelherausforderungen gegen immer schwieriger werdende Gegnerarten und auch ein Mehrspielermodus mit bis zu fünf Spielern für Abwechslung. Dabei hüpft ihr aber nicht zu fünft durchs Zimmer, sondern nur die Hauptperson ist körperlich aktiv, während der Rest konventionell per Controller die Gegner steuert.

Pro

  • Kampfstil je nach Gusto
  • schnelle Erfolgserlebnisse
  • Ganzkörper-Erlebnis
  • spaßige Rahmenhandlung

Contra

  • Steuerung stößt an Grenzen
  • später Frustmomente
  • Muskelkater garantiert
  • großes Wohnzimmer nötig
  • optimale Beleuchtung wichtig

Meinung von Roland Mühlbauer

Da bringt Sony ihre Move-Steuerung auf den Markt, Microsoft hält mit ihrem Kinectsystem dagegen. Und dann zeigen die Jungs von Virtual AirGuitar, dass auch mit der popligen handelsüblichen PS3-EyeToy-Kamera alleine ein ähnliches Spielprinzip umsetzbar ist. Zwar klappt das nur mit sehr guten Lichtverhältnissen reibungslos und man sollte idealerweise drei mal drei Meter Platz vor dem Fernseher im Wohnzimmer haben, aber dann ist Kung Fu Live (als 874-Megabyte-Download für erschwingliche 13,99 Euro) ein Garant für ein mehrere Stunden Spielspaß. Sobald ich meinen Muskelkater wieder los bin, wird weiter gekämpft. Noch ein kleiner Tipp: Ich habe die Reichweite meiner Arme mit zwei leeren Wasserflaschen gepimpt, auch da spielt das Programm mit.

72

meint: Die schlagkräftige Antwort auf Kinect: Live und mit vollem Körpereinsatz dürft ihr euch durch typische 2D-Prügel-Szenarien kloppen.

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