Test Runaway - A Twist of Fate - Seite 2

Oben seht ihr euer Inventar, unten läuft das Spielgeschehen ab.Oben seht ihr euer Inventar, unten läuft das Spielgeschehen ab.

Ein altbewährtes Prinzip

Seit der Firmengründung 1994 haben die Péndulo Studios ausschließlich an Point&Click-Adventures gewerkelt. Dementsprechend routiniert wirkt die Spielmechanik. Die Steuerung erinnert an Point&Click-Klassiker Maniac Mansion: Ihr bewegt Gina oder Brian über ein Standbild, indem ihr mit dem Stylus einen Punkt anklickt. Es kann aber manchmal recht nervtötend sein, wenn Gina zum Beispiel quer über den Friedhof marschieren soll und ihr wirklich jeden ihrer gemächlichen Schritte abwarten müsst, bis ihr weiterspielen könnt.

Mit Gegenständen und Personen interagiert ihr auf ganz ähnliche Weise. Nach dem ersten Klick könnt ihr euch entscheiden, ob ihr zum Beispiel einen Gummihandschuh betrachten oder mitnehmen wollt. Je nach Gegenstand wechselt die zweite Option. So schlägt das Spiel euch etwa vor, ein Grab zu öffnen oder ein Buch durchzublättern. Häufig weigert sich eure Spielfigur aber, etwas Nutzloses mitzunehmen, oder hat moralische Bedenken (wenn ihr zum Beispiel den Befehl gebt, die Armenkasse zu plündern).

Die meisten Charaktere haben eindeutig einen Hau.Die meisten Charaktere haben eindeutig einen Hau.

Trotz unberechenbarer Typen ein eingleisiges Spiel

Die Menüführung des Spiels ist denkbar einfach, denn es gibt nur eines: das Inventarmenü. Und das reicht auch völlig aus. Mit den Dingen in eurem Rucksack verfahrt ihr genauso wie mit denen in eurer Umgebung. Außerdem könnt ihr Gegenstände miteinander kombinieren, was häufig zu absurden Situationen führt. Gina oder Brian geben dann einen witzigen Kommentar ab, wenn ihr zum Beispiel vorschlagt, ein Grab mit dem Autoschlüssel zu öffnen. Das Spiel lebt von der Frage "Wie komme ich denn jetzt bloß weiter?". Die Rätsel löst ihr stets durch die richtige Kombination von Gegenständen und rechtzeitige Gespräche mit Personen. Knobelaufgaben in Form von Minispielen gibt es selten. Wenn ihr gar nicht weiter wisst, könnt ihr mit einem Knopfdruck Mr. Péndulo, einen verrückten Professor, um Hilfe bitten. Erfreulich ist, dass seine lustig formulierten Tipps immer noch Rätsel übrig lassen und Mr. Péndulo die Lösung nicht einfach ausplaudert.

In "Runaway" trefft ihr auf eine Menge Leute, die mindestens exzentrisch sind oder auch schwer neurotisch. Wenn ihr sie antippt, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen, könnt ihr zwischen Fragen wählen. Falsch machen könnt ihr dabei nichts, da ihr immer die Möglichkeit habt, alle angebotenen Fragen zu stellen. Die Figuren haben alle eine ausgeprägte Persönlichkeit und sind kein bisschen klischeehaft. Schön wäre es gewesen, wenn in Runaway mehrere Wege zum Ziel führen würden, aber das ist nicht der Fall. Jedes Rätsel lässt sich nur auf genau eine Art lösen.

Die Hintergründe sind detailverliebt und stimmungsvoll gezeichnet.Die Hintergründe sind detailverliebt und stimmungsvoll gezeichnet.

Hübsche Grafik und verstummende Musik

Der obere Bildschirm des DS dient der Inventarübersicht und ab und zu einer kurzen Animation. Streng genommen ist er in diesem Spiel überflüssig. An mehreren Stellen zeigt sich, dass Runaway ursprünglich ein PC-Spiel ist: Befindet sich die Kamera weit entfernt von der Spielfigur, erscheint diese unangemessen klein und die Details der Landschaft verschwimmen in den Pixeln des Touchscreens. Die Grafik von "Runaway" ist ansehnlich. Die einzelnen Standbilder und Figuren sind im Comicstil und ziemlich detailiert gezeichnet. Wenn etwas Entscheidendes passiert, bekommt ihr gut gemachte Animationen zu sehen. Besonders die Mimik der Figuren sieht dann sehr glaubwürdig und witzig aus.

Völlig unauffällig ist dagegen die Musik, wenn es überhaupt welche zu hören gibt - oft ist es bis auf die Soundeffekte völlig still. Dieser Umstand ist aber als bewusstes Stilmittel anzusehen: In einer unheimlichen Gruft unterstreicht das die Atmosphäre. Komischerweise haben die Entwickler die deutsche Sprachausgabe der bereits über ein Jahr alten PC-Version nicht übernommen: Wenn die Stimmen der Protagonisten zu hören sind, sprechen sie englisch. Das gibt Punktabzug in der B-Note.

Weiter mit:

Kommentare anzeigen

Final Fantasy 15: Behandlung erfolgreich

Final Fantasy 15: Behandlung erfolgreich

Anfang August war vor allem der technische Zustand des Rollenspiels Final Fantasy 15 noch durchaus besorgniserregend. (...) mehr

Weitere Artikel

Releases in KW 49: Das erscheint vom 5. Dezember bis 11. Dezember 2016

Releases in KW 49: Das erscheint vom 5. Dezember bis 11. Dezember 2016

So lange wartet ihr schon, endlich ist es soweit. In der kommenden Woche erscheint das seit vor vielen Jahren angek&uum (...) mehr

Weitere News

Gewinnspiel

Adventskalender Tür 5: Gaming-Paket von Lioncast
Jetzt mitmachen!

Newsletter

Mit diesem Formular kannst du den Spieletipps.de Newsletter kostenlos abonnieren.

Runaway - A Twist of Fate (Übersicht)