Test Runaway - A Twist of Fate - Seite 3

Brian Basco: tot oder lebendig, schuldig oder unschuldig?Brian Basco: tot oder lebendig, schuldig oder unschuldig?

Ein guter dritter Teil

Verglichen mit dem Vorgänger (dem ersten für den DS erschienenen Teil) macht A Twist of Fate eine noch etwas bessere Figur: Die Knobeleien sind an den meisten Stellen schneller nachzuvollziehen und wirken realistischer als im 2006 erschienenen Vorgänger Runaway: The Dream of the Turtle mit seinen oft unnötigen und komplizierten Rätseln. Der größte Vorwurf, den man A Twist of Fate machen kann, bezieht sich deshalb auf den Mittelteil des Spiels, wo die Entwickler hinsichtlich der Rätselqualität rückfällig wurden.

Von einigen kleineren Macken in der Spielmechanik abgesehen ist das Spiel aber durchweg gelungen und überzeugt vor allem durch seinen Humor und die abstrusen Kausalketten, die letztlich zum Erfolg führen. Grafik und Sound bewegen sich im befriedigenden bis guten Bereich. Jeder Point&Click-Freund, der sich von der erwähnten Durststrecke im Spiel nicht abschrecken lässt, sollte sich Runaway zulegen, da es ein wirklich würdiger Vertreter des Genres ist - im Gegensatz zum jüngst erschienenen Lost Identities. Aufgrund einiger sexueller Anspielungen ist das Spiel laut USK aber erst für Spieler ab 12 Jahren geeignet.

Pro:

  • Viele durchdachte Rätsel mit langen Kausalketten
  • Untypische und witzige Personen mit viel Ausstrahlung
  • Exakt dosierte Tipps bei Bedarf
  • Schön gezeichnete Hintergründe

Contra:

  • Teilweise unlogische Rätsel im Mittelteil des Spiels
  • Nicht abkürzbare Laufwege
  • Zu linear

Meinung von Christian Detje

Ich gehöre zu denjenigen, die sich sofort an Maniac Mansion erinnert fühlen, wenn sie Befehle wie "Benutze", "Öffne" oder "Gehe zu" lesen. So ging es mir deshalb auch mit A Twist of Fate, das von der Spielmechanik her ganz ähnlich funktioniert. Besonders gefällt mir die Ansammlung von scheinbar nutzlosen Gegenständen im Inventar, die dann - in Kombination mit dem richtigen Objekt - plötzlich ihren Sinn offenbaren. Wer käme zum Beispiel darauf, einen Handschuh in einer Urne...aber halt - das müsst ihr schon selbst rausfinden! Gestört hat mich neben der Linearität und einem inhaltlichen Durchhänger im dritten und vierten Kapitel, dass man die Laufwege der spielbaren Figuren nicht abkürzen kann. Das nervt ein bisschen. Trotzdem bekommt das Spiel von mir eine Kaufempfehlung.

81

meint: Point&Click-Rätselspaß alter Schule, verpackt in eine Story voller Witz und sympathischer Absurdität. Nur der Mittelteil hängt etwas durch.

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