Test Pariah

von Daniel Frick (28. Mai 2005)

Unreal war schon vor Jahren ein Meilenstein im Action-Spiele-Bereich. Noch heute denke ich an hochatmosphärische Suspense-Action zurück. Eine Fortsetzung sowie Multiplayer-Ableger unter dem Namen "Tournament" folgten. Nun haben die Väter von "Unreal Tournament" ihren lange erwarteten Schützling "Pariah" auf dem Markt gebracht. Ich bin wie ihr gespannt, ob der Titel überzeugen kann.

Die Absturzstelle (noch friedlich...)Die Absturzstelle (noch friedlich...)

"Viren, Mutanten, Aliens und Co"

Die Geschichte beginnt nicht gerade sehr ungewohnt. Ein Virologe, Dr. Mason, erhält den Auftrag, einen Krankentransport zu begleiten, mit dem die mit einem gefährlichen Virus infizierte Karina in ein anderes Gefängnis verlegt werden soll. Kaum hat man die Sicherheitszone verlassen, stürzt der Transport nach heftigem Raketenbeschuss ab. In der Haut des Arztes finden wir uns in einem öden Abschnitt Niemandsland wieder. Von nun an gilt es, dem Komplott um den Abschuss des Schiffes auf die Spur zu kommen und herauszufinden, was es mit dem merkwürdigen Virus auf sich hat, mit dem Karina infiziert ist. Die Geschichte des Single-Player-Modus erinnerte mich von Beginn an sehr an Unreal und ich war mir nicht sicher, ob ich das nun gut oder schlecht finden sollte. Schließlich bewegen wir uns durch die selben Entwickler wie bei "Unreal Tournament" gewisser maßen legitim und zumindest inoffiziell im "Unreal-Universum".

Tolle Waffeneffekte in einem InnenlevelTolle Waffeneffekte in einem Innenlevel

Story lässt Wunsch nach neuen Ideen offen

Auf der anderen Seite frage ich mich, warum sich die Entwickler nicht mal ein anderes Storyboard als genmanipulierte oder virenverseuchte Menschen, die zu irgend etwas anderem mutieren, einfallen lassen können. Bei der vielen Konkurrenz im Bereich der Ego-Shooter liegt die Messlatte höher als noch zu Zeiten von "Unreal 1" und sollte doch mehr bieten als eine abgedroschene Alibi-Story und ansonsten nur stupidem Geballer bis zum Abwinken, selbst dann, wenn das alles technisch doch sehr appetitlich angerichtet sein sollte. Ich jedenfalls stelle diesen Anspruch und Spiele wie zum Beispiel "Riddick - Escape from Butcher Bay" beweisen, dass das auch machbar ist. Im weiteren Verlauf des Spiels arbeitet man sich durch unzusammenhängend wirkende und sehr linear verlaufende Levels und verschiedene, zum Teil nicht voneinander abzugrenzende Gegnergruppen. Leider stellt sich die Frage nach dem genauen "Wie und Warum" der Story auch noch dann, wenn nach 6 Stunden bereits der Abspann des Spiels über den Bildschirm läuft. Nein, die Story ist mit Sicherheit nicht die starke Seite von "Pariah".

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