Test Blokus: Strategie mit Tetris-Steinen

von Roland Mühlbauer (10. Januar 2011)

Genial einfach und einfach genial: Das vielfach ausgezeichnete Brettspiel Blokus erobert die PlayStation 3. Und auch am Bildschirm macht es Freude.

Am Anfang streben alle zur Mitte hin.Am Anfang streben alle zur Mitte hin.

Steine setzen mit Köpfchen

Die Spielregeln von Blokus hören sich fast schon primitiv an: Auf einem quadratischen Spielfeld mit 20 mal 20 Feldern wollen vier Spieler mit je einer Garnitur aus 21 Tetris-artigen Spielsteinen - jeder der Steine hat eine einzigartige Form - möglichst viele ihrer Steine unterbringen. Jeder startet in einer anderen Ecke. Die einzige Regel lautet: Jeder neu gesetzte Stein soll einen eurer vorher gesetzten Steine übers Eck berühren, darf aber nicht Seite an Seite mit ihm liegen.

Das erlaubt mehrere Taktiken. Entweder versucht ihr, einen Teil des Spielfelds ganz für euch einzunehmen. Das Übers-Eck-setzen macht es aber den Gegnern relativ einfach, eure Linien zu durchbrechen. Oder ihr versucht selbst, eure Steine so weit wie möglich auf dem Spielfeld zu verstreuen und jede offene Lücke zu nutzen. Trotz des geringen Regelwerks und der schnellen Zugänglichkeit verläuft jede Partie anders und versetzt eure grauen Zellen in Hochbetrieb.

Auch auf dem kleinen Feld ist Blocken wichtig.Auch auf dem kleinen Feld ist Blocken wichtig.

Variantenreichtum

Für noch mehr Abwechslung sorgen die vier Variationen des Spiels: 1. Vier Spieler treten gegeneinander. 2. Je zwei Spieler bilden ein Team. 3. Es spielen nur zwei Spieler, aber jeder übernimmt zwei Farben. 4. Auf einem verkleinerten 14* 14 Felder großen Spielbrett können auch nur zwei Farben gegeneinander antreten. Dabei startet ihr nicht ganz von der Ecke aus, sondern etwas weiter mittig.

Warum sollte man aber statt auf das Original-Brettspiel auf die Version für PlayStation 3 zugreifen? Erstens bietet das PS3 nicht nur lokale Mehrspielermodi (sowohl für einen Controller mit weitergeben als auch mehrere Controller, die Move-Steuerung wird ebenfalls unterstützt), sondern auch die Möglichkeit, online Mitspieler zu finden. Zweitens könnt ihr schnell und bequem die Einstellungen ändern. Von einem variablen Zeitlimit für die Züge (20 bis 60 Sekunden) über zuschaltbare Hilfen, die setzbare Steine und ausführbare Züge anzeigen, bis hin zu einer speziellen Darstellung für farbenblinde Zeitgenossen. Drittens haben sich die Entwickler von Gameloft für Einzelspieler einen abwechslungsreichen Turniermodus ausgedacht. Und zu guter letzt gibt es auch einige im Playstation Netzwerk anzeigbare Trophäen zu gewinnen, die ja auch für den ein oder anderen eine Motivation darstellen mögen.

Keine Züge mehr möglich: Gelb ist draußen!Keine Züge mehr möglich: Gelb ist draußen!

Auf der Jagd nach den Pokalen

Abgesehen von einem schnellen Blokusspiel gegen drei Computerstärken gibt es für Einzelspieler im Turnier sechs Pokale zu ergattern. Für jeden Pokal sollt ihr fünf Aufgaben lösen, so dass 30 Levels auf euch warten. Diese Aufgaben werden natürlich immer schwieriger: Sollt ihr anfangs lediglich nicht letzter werden oder eine bestimmte Punktzahl erreichen, gilt es später, sämtliche große Spielsteine zu bauen oder andere Spielsteine gar nicht einzusetzen. Dann sollt ihr wieder einen vom Computer gesteuerten Gegner so blockieren, dass er möglichst wenige Punkte bekommt. Wird dann später zusätzlich ein Zeitlimit eingeführt, zieht die Herausforderung noch einmal spürbar an. Freilich sind auch alle vier oben beschriebenen Spielvariationen in den Turniermodus eingebunden.

Die Preise für die errungenen Pokale erschöpfen sich allerdings in freischaltbaren farbenfrohen Hintergründen und einem Feuerwerk am Schluss. Überhaupt wirkt die Präsentation eher bodenständig.

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