Test Kingdom Hearts - Re:coded - neuer Disney-Kitsch aus Japan

von Max Wildgruber (14. Januar 2011)

Wem bei der monströsen Hintergrundgeschichte von Square Enix' irrem Mix aus Disney-Kitsch und Final Fantasy-Epik bislang immer das Herz in die Hose rutschte, der bekommt mit Kingdom Hearts - Re:coded nun die Möglichkeit zum locker unterhaltsamen Quereinstieg.

"Syntax Error" im virtuellen Tagebuch? Ein Fall für Daten-Sora!"Syntax Error" im virtuellen Tagebuch? Ein Fall für Daten-Sora!

Statt versponnene Handlungsstränge zu erzählen, rekapituliert der aktuelle DS-Ableger der erfolgreichen Action-Rollenspielserie die vergleichsweise simple Geschichte des ersten Kingdom Hearts. Aufgezeichnet wurde Soras erstes Abenteuer von der Grille Jiminy aus dem Pinocchio-Trickfilm. Allerdings haben sich in Jiminys Journal etliche Fehler in Form von Bugs eingeschlichen und so digitalisiert König Mickey die ganze Kladde und schickt eine Datenversion des Helden Sora ins virtuelle Reisetagebuch.

Angekommen auf den Inseln des Schicksals erkennt Synthie-Sora, dass Bug-Würfel das Eiland verunstalten und seine Bewohner piesacken. Mit übergroßen Turnschuhen und Schlüsselschwert wirft sich der Kaktuskopf mutig in den Datensalat und tritt eine Reise an, die ihn durch viele bekannte Serienschauplätze und Disney-Filmwelten führt und in deren Verlauf ein würziges Konzept für besonders viel Abwechslung sorgt.

Im Systemkern-Kerker spielt Sora den Kammerjäger für herzlose Bugs.Im Systemkern-Kerker spielt Sora den Kammerjäger für herzlose Bugs.

ABWECHSLUNG!

Oberflächlich betrachtet bietet Re:coded eine simplere Variante der serientypischen Mixtur aus Actionkämpfen, Suchaufgaben, Puzzles und stetiger Charakterverbesserung. Ungleich tiefgründiger konntet ihr diese motivierende Mischung im PSP-Teil Kingdom Hearts - Birth by Sleep erleben. Tesuya Nomura und das Entwicklerteam von h.a.n.d. variieren das Ganze aber dermaßen gewitzt, dass die ersten 15 Spielstunden zum Unterhaltsamsten gehören, was für Genrefreunde bislang über den Doppelschirm wuselte.

So führt euch die Suche nach der Bug-Quelle auf den Schicksalsinseln zum Beispiel in eine Daten-Höhle im Tron-Stil, in dem ihr etliche Herzlose verdreschen und über wüst aufgetürmte Blockkonstrukte hüpft, um den Ausgang zu finden. Diese Labyrinthe, sogenannte Systemkerne, deren Zugang ihr mit Hilfe eines akustischen Signals aufspüren sollt, werden im weiteren Spielverlauf immer komplexer und durch Bonusziele fordernder. Mal dürft ihr euch nicht heilen, mal eine bestimmte Zahl von Monstern mit einer Spezialattacke erledigen. Noch abwechslungsreicher gestalten sich aber die Welten, welche die Systemkern-Dungeons umgeben.

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