Test KH Re:coded - Seite 3

Je schwerer der besiegte Gegner, um so mehr grüne Energie-Chips und Gegenstände lässt er fallen.Je schwerer der besiegte Gegner, um so mehr grüne Energie-Chips und Gegenstände lässt er fallen.

Schummeln erlaubt

Als besonders motivierend darf schließlich die Status-Matrix gelten, in der ihr allerlei Attributsboni einsetzt, die Kampfkraft, Lebensenergie und so weiter verstärken. Das funktioniert ähnlich wie das Sphärobrett aus Final Fantasy X. Zum Beispiel aktiviert ihr neue Bewegungsoptionen für Sora, wenn ihr einen bestimmten Pfad der Platine mit Status-Chips ausgelegt habt.

Zusätzlich dürft ihr in der Status-Matrix bestimmte Spielregeln manipulieren, wie ihr das vielleicht aus The World Ends With You kennt. Besondere Schummel-Komponenten von Soras Platine regeln beispielsweise den Schwierigkeitsgrad von Kämpfen, das Gegneraufkommen oder Soras Energie. Je schwerer ihr euch damit das Spielleben macht, umso großzügiger fallen die Belohnungen in Form von neuen Chips, Talern und Erfahrungspunkten aus.

Herr Schaffner, würden Sie bitte den Raum anhalten? Ich möchte aussteigen!Herr Schaffner, würden Sie bitte den Raum anhalten? Ich möchte aussteigen!

Hübsche Optik, schwache Kamera

Erwartungsgemäß fällt die technische Präsentation von Soras "Debugging"-Unternehmung durchweg hochklassig aus. Ob in Zwischensequenzen oder Standbildern: Disney- und Originalcharaktere wurden sauber durchdesignt und überzeugen auch als Polygonmodelle mit ausdruckstarken Gesichtern und routiniert animierten Bewegungen. Auch große Räume mit vielen Gegnern stellt das Spiel ohne allzu frappierende Geschwindigkeitseinbußen dar, ein paar Zugeständnisse kann man den Programmierern hier außerdem machen, immerhin sind die DS-Ressourcen recht begrenzt.

Weniger gnädig fällt das Urteil über die Kameraführung aus, die seit jeher einen Schwachpunkt der Serie markiert und auch in Re:coded mit unnötiger Unübersichtlichkeit nervt. Zwar könnt ihr euch einigermaßen selbst behelfen, indem ihr ständig einen Finger auf der Schultertaste liegen lasst, um manuell nachzuregeln, trotzdem ist es ärgerlich, Treffer zu kassieren oder in einen Abgrund zu purzeln, weil Kater Karlo den digitalen Kameramann mal wieder umgehauen und offenbar ernstlich betrunken die Bildregie selbst übernommen hat.

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