Test Lord of Arcana - Seite 3

Zusammen mit drei Freunden macht die Monsterjagd am meisten Spaß.Zusammen mit drei Freunden macht die Monsterjagd am meisten Spaß.

Besser jagen in Gesellschaft

Wie bei Spielen dieser Art üblich, entfaltet Lord of Arcana sein volles Potential erst im gemeinsamen Spiel mit Kumpels. Dabei stellt sich die oben beschriebene Rollenspielmechanik als etwas sperrig heraus: Wenn vier Freunde gemeinsam zum Jagdausflug aufbrechen, kann es passieren, dass nur einer ein herumlaufendes Monster berührt und zunächst alleine in der Kampfarena herumsteht. Sind allerdings alle Mitspieler glücklich versammelt, erreicht die Motivationsmischung aus Teamarbeit und Angeberei mit dem eigenen, hochgezüchteten Superkämpfer ihren Siedepunkt. Vor allem die Schlachten gegen die Wächtermonster laufen im Verbund nicht nur kurzweiliger und geselliger, sondern auch deutlich einfacher ab.

Kundenfreundlich erscheint die Möglichkeit, eine Demo von Lord of Arcana auf den Memory Stick anderer PSPs zu kopieren, so dass schon mit einer Version des Spiels zumindest eingeschränkte Mehrspieler-Jagden möglich sind. Egal, ob eine Jagdgemeinschaft die Demo oder die Vollversion nutzt - gejagt wird ausschließlich im lokalen Adhoc-Netzwerk. Wie schon bei den PSP-Monster Huntern dürfte so ein beträchtlicher Teil des Mehrspieler-Potentials des Titels mangels Online-Unterstützung ungenutzt verpuffen.

Pro

  • zugängliches Kampfsystem
  • effektvolle Inszenierung
  • spektakuläre Monsterdesigns
  • superbe Kompositionen
  • motivierende Rüstzeugbastelei

Contra

  • kaum Hintergrundgeschichte
  • nur Jagd- und Sammelqmissionen
  • schwerfälliges Umschalten in Arenen

Meinung von Max Wildgruber

Auf den ersten Blick ist Lord of Arcana zugänglicher und schneller zu meistern als Genre-Primus Monster Hunter Freedom Unite. Allerdings verfügt der Lord von Square Enix auch nicht im Ansatz über die Langzeitmotivation und Vielseitigkeit des Capcom-Jägers. Zwei Punkte sichern Lord of Arcana aber trotzdem seine Daseinsberechtigung als passabler Monster-Hunter-Klon: Erstens bedient es das beliebte Thema Fantasy und versprüht trotz banaler Simpelhandlung eine mächtig magische Atmosphäre. Hier merkt man dem Titel deutlich an, dass Monstergestaltung und Musikproduktion vom selben Kreativteam stammen wie die geballte audiovisuelle Ladung der Kartenspielreihe Lord of Vermillion. Gerade Anhänger von Final Fantasy freuen sich über Gastmonster wie Superdrache Bahamut und Progrock-Gitarrenstücke von Nobuo Uematsu. Zweitens macht das grundlegende Prinzip der unentwegten Heldenverbesserung durch Training und Sammeln auch ohne ausufernde Hintergrundgeschichte Spaß. Gerade Spieler mit weniger ausgeprägten Action-Fähigkeiten dürften ehrlich dankbar sein, dass schwere Wächterkämpfe nach einigen Trainingsrunden deutlich leichter fallen.

80

meint: Phantastische Monsterjagd mit spielerischen Schwächen für Einzelgänger, aber starkem Soundtrack und sehenswertem Monsterdesign.

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