Test

Offroad

Mit einem Auto querfeldein, durch Matsch und Schlamm ohne dabei in Schlaglöchern hängen zu bleiben - ein Männertraum, der in Deutschland wegen einem Verbot nicht verwirklicht werden kann. Wirklich nicht? Doch es geht, im neuen Rennspiel von Rage mit dem Namen "Offroad". Wer wissen will, wie gut es ist, sollte einfach unseren Test lesen. Von Gerd Schüle

22. Mai 2001

Buckelpisten und starke Gegner

Gut im Rennen

Bei "Offroad" bestreitet man sogenannte Querfeldein-Rennen, dies aber auf abgesteckten Kursen. Das Spiel enthält dabei die üblichen Spielmodi, das Training im sogenannten Zeitfahren, Einzelrennen im Challenge-Modus und natürlich die obligatorische Meisterschaft, in der 14 Teams in 4 Divisionen um den Titel kämpfen. So wie es bei Rennspielen oft der Fall ist, stehen zu Beginn des Spieles nicht alle Strecken und Fahrzeuge zur Verfügung. Durch Erfolge in der Meisterschaft werden immer mehr Autos und Kurse freigeschaltet. Das Fahrverhalten der Fahrzeuge ist zwar keinesfalls realistisch nachempfunden, aber andererseits ist das Spiel auch kein reiner und stupider Fun-Raser ohne Anspruch. Vor allem das intelligente Verhalten der meist stärker motorisierten Gegner verlangt dem Spieler einiges ab. Die Rennen sind oft nur durch den gezielten Einsatz eines Nitro-Boosters zu gewinnen. Dadurch wurde dem interessanten Programm eine herausfordernde und motivierende, strategische Ader eingepflanzt.

Die technische Seite

Sichtkontakt

Die neue 3D-Creation-Engine zaubert einfach ein fantastisch aussehendes Spiel auf den Monitor. Die Fantasie-Fahrzeuge sehen einfach hervorragend aus, genauso wie die Landschaft. Besonders gut gefallen haben mir die exzellenten Lichteffekt. Weniger gut ist dagegen der mickrige Motorensound. Wären Autos wirklich so leise, dann gäbe es wahrscheinlich keine Lärmbelästigungen in unseren Städten. Deutlich besser, aber leider trotzdem etwas zu ungenau, ist die Steuerung ausgefallen. Dieses Manko tritt bei allen Steuervarianten auf, egal ob man mit Tastatur, Joystick oder Lenkrad spielt. Dieser Schwachpunkt bringt das erfrischend andere Programm um eine ansonsten verdiente höhere Wertung, weil gerade dadurch unnötiger Frust entsteht. Vor allem darum, weil das Programm sowieso nicht zu den leichtesten zählt und die ungenaue Steuerung den Schwierigkeitsgrad unnötigerweise in die Höhe treibt.

Fazit

von Gerd Schüle

Keine Frage, "Offroad" hat mir Spaß gemacht. Besonders die zwar nicht neue aber von der Art her gut umgesetzte Idee mit den Nitro-Boosts macht das Spiel sehr abwechslungsreich. Zudem finde ich die Mischung aus Simulation und Fun-Raser sehr gelungen. Wäre da das Manko der ungenauen Steuerung nicht, könnte das Spiel fast auf der ganzen Linie überzeugen, mit dem Sound könnte man gerade noch leben. So ist aber aus einem von meiner Sicht aus genialen Spiel nur ein mittelmäßiges geworden. Eigentlich schade. Trotzdem machen Rennspielfans keinen Fehler, wenn sie sich dieses etwas andere Programm zulegen.

spieletipps meint:
70

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