Test Magicka: Diablo, Blut und große Monster

von Sandra Friedrichs (19. Februar 2011)

Studenten, für was sind die denn gut? Dieses Gesocks feiert doch die ganze Zeit und ist stinkfaul, heißt es! Offenbar nicht alle, wie acht Akademiker aus Schweden nun eindrucksvoll unter Beweis stellen. Sie schufen den Diablo-Klon Magicka und lassen hinsichtlich der guten Qualität die Skeptiker mit ihren Campus-Vorurteilen verstummen. Als Download stürmt das Action-Rollenspiel auf Steam bereits die Bestenliste und ab 25. Februar soll es auch als verpackte Version für knapp 17 Euro im Handel stehen.

Knallbunte Lichteffekte und harte Kämpfe findet ihr in Magicka zu Genüge.Knallbunte Lichteffekte und harte Kämpfe findet ihr in Magicka zu Genüge.

Ihr umklammert die Maus und Tastatur. Euer mickriger Zauberer ist umzingelt von gemeinen Goblins und Trollen. Ihr wollt am liebsten wegrennen, denn euch ist nach dem zehnten Versuch klar, dass diese Menge an Gegnern für einen Krieger allein einfach nicht zu bewältigen ist. Immer wieder haut euch der Troll mit der Keule um. Selbst dieses eine Mal, als ihr kurz vorm Sieg standet, erwischte euch doch noch ein hinterlistiger Goblin mit seinem Pfeil.

Euch wird das Treiben irgendwann zu bunt und so trommelt ihr drei weitere Freunde an ihre PCs. Zu viert im Koopativ-Modus bekämpft ihr die Gegnerhorden mit links und fühlt euch wie der König der Spiele. Wie gut, dass euer Lehrer Vlad nach dem anstrengenden Kampf erscheint und euch wieder auf den Boden der Tatsachen bringt: "Diesen Kampf hätten sogar Kinder überlebt!"

Der Nicht-Vampir Vlad schickt euch aus, um die Welt zu retten.Der Nicht-Vampir Vlad schickt euch aus, um die Welt zu retten.

Hintergründe und Filmzitate

Solche Erlebnisse erfahrt ihr in Magicka zuhauf. Dabei könnt ihr dem Spiel auf Dauer einfach nicht böse sein. Die bockschweren Kämpfe, die einem klassischen Action-Rollenspiel wie Diablo gleichen, paaren sich mit einer liebevollen und sehr lustigen Handlung. In Midgard ist die Hölle los. Ein böser Zauberer belagert die Hauptstadt Hávindir und kommt dem König gefährlich nahe. Euer (Vampir-)Meister Vlad, der sich klugerweise als Mensch ausgibt, schickt euch aus, um in dreizehn Spielabschnitten die Welt vor dem Untergang zu retten. Natürlich muss solch eine Weltrettungsmission vorher anständig begossen werden. Eure Freunde haben kurzerhand eine Feier organisiert. Zwar ist bei eurer Ankunft schon alles aufgefuttert und ausgetrunken, aber der gute Wille war zumindest vorhanden. Ihr seid euren Kumpels auch gar nicht böse, als sie euch mit einem neuen Zauber direkt in den Kerker werfen und ein Monster auf euch jagen. In der Welt von Magicka passiert schließlich noch weitaus Schlimmeres.

Diese typische Situationskomik kombinieren die Entwickler mit Anspielungen auf bekannte Filme, Spiele sowie Fantasy-Literatur. Denn wer findet es als Indiana Jones-Anhänger nicht genial, auf einen "Kalimah" schreienden Goblin-Schamanen zu treffen? Die völlig sinnfreie Sprache und die ulkigen Animationen unterstreichen noch diesen Witz. Einfach charmant!

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