Test Killzone 3 - Seite 2

An diesen Geschützen teilt ihr ordentlich aus.An diesen Geschützen teilt ihr ordentlich aus.

Ungenutzes Potenzial und Steuerung

Es steckt viel Potenzial in der Geschichte, das die Entwickler nicht genutzt haben. Sie hätten vielmehr auf die Aussichtslosigkeit des Krieges eingehen und die Motive und Absichten der Helghast näher beleuchten können. Da das nicht passiert, entstehen nur gesichtslose Charaktere mit flachen Dialogen. Kleinere Wendungen verleihen der Einzelspieler-Kampagne zusätzlich die gewisse Würze, um anderen Shootern überlegen zu sein.

Während geschichtlich nur wenig Verbesserungen am Start sind, hat sich spielerisch eine Menge getan. Sofort fällt auf: Die Steuerung ist wesentlich genauer und direkter. In Killzone 2 experimentierten die Entwickler viel damit herum, um ein möglichst realistisches Spielgefühl zu vermitteln. Das ging jedoch gewaltig in die Hose. Nun sind besonders gezielte Schüsse ohne große Probleme möglich. Auch die Steuerung mit Sonys Bewegungssteuerung Move funktioniert erstaunlich gut - Killzone 3 ist einer der ersten Shooter, der Move genau und intiuitiv nutzt.

Mit den Raketenrucksäcken fliegt ihr über die Gegner hinweg und erledigt sie von oben.Mit den Raketenrucksäcken fliegt ihr über die Gegner hinweg und erledigt sie von oben.

Künstliche Intelligenz und Brutalitäten

Neben der Steuerung hat auch die künstliche Intelligenz zugelegt. Die Helghast gehen klug in Deckung, werfen oft Granaten, flankieren euch und setzten euch ziemlich zu. Ab und zu haben eure Begleiter kleine Aussetzer, so dass sie plötzlich in das Dauerfeuer der Feinde rennen, aber das kommt nur selten vor. Abseits davon stehen sie euch nämlich hilfreich zur Seite. Das gilt natürlich auch für eure Waffen. Mit dabei ist wieder das Bolzenschussgerät, das gerade gegen fliegende Roboter sehr hilfreich ist. Neu ist ein Raketenwerfer, der mehrere Raketen gleichzeitig auf sein Ziel loslässt und für gewaltige Explosionen sorgt.

Ein gänzlich neues Spielgefühl bringt der Raketen-Rucksack ins Spiel. Während einer Mission auf einer Öl-Plattform fliegt ihr über die Gegner hinweg und nehmt sie mit dem Maschinengewehr unter Beschuss. Und wenn die Helghast euch zu Nahe kommen, bringt ihr sie mit einem Nahkampfangriff zur Strecke - entweder ihr schneidet ihnen die virtuelle Kehle durch oder drückt mit den Daumen auf ihre Augen. Damit ihr auch geschützt von Fernangriffen seid, kommt ein Deckungssystem zum Einsatz, mit dem ihr euch per Knopfdruck an Mauern und anderen Deckungsmöglichkeiten lehnt.

Im Mehrspieler-Modus geht es auch im Nahkampf brachial zur Sache.Im Mehrspieler-Modus geht es auch im Nahkampf brachial zur Sache.

Mehrspieler-Modi mit eigenen Ideen

Das Herzstück von Killzone 3 sind die abwechslungsreichen Mehrspieler-Modi für bis zu 32 Spieler gleichzeitig. Das Spiel setzt zwar auf Altbewährtes, besitzt dank neuer Detailideen aber dennoch genug Eigenständigkeit. Dabei geht Killzone 3 andere Wege als beispielsweise Black Ops, denn es ist Zusammenspiel gefragt. Solisten liegen schnell tot am Boden. Das Klassensystem fördert gemeinschaftliches Spielen, gerade durch die Sanitäter- oder Ingenieurs-Klassen, die durch unterstützende Tätigkeiten viel zum Sieg beitragen. Bei jedem Stufenaufstieg bekommt ihr dann einen Punkt, den ihr in eine der fünf Klassen steckt - so schaltet ihr zum Beispiel Waffen oder Drohnen frei. Der wohl interessanteste Modus ist der Einsatzmodus, in dem ihr eine Art Kampagne gegen andere Mitspieler erlebt. Zahlreiche aufeinander folgende Missionen sind mit Zwischensequenzen miteinander verbunden, während ihr dazwischen gegen die feindlichen Spieler kämpft.

Das ist nicht nur verflixt spaßig, sorgt dank der kleinen Filmchen zwischendurch für Atmosphäre und ist dadurch den üblichen Genre-Mehrspieler-Modi um Einiges voraus. Die Missionen im Einsatz- sowie Kriegszonen-Modus reichen vom Einnehmen bestimmter Kontrollpunkte bis hin zum gezielten Ausschalten bestimmter Spieler. Dieses Konzept erinenrt ein wenig an MAG, dank der kleineren Karten kommt es bei Killzone 3 aber besser zur Geltung. Intensiv und abwechslungsreich fallen die Mehrspieler-Gefechte so oder so aus, wenn aber noch die Geschütze der Ingenieure oder die Mechs (menschenähnliche Roboter) hinzukommen, sehen sogar die explosiven Panzer-Gefechte aus Battlefield - Bad Company 2 alt aus. Blöd ist, dass der Kooperations-Modus nicht online, sondern nur an einer Konsole im geteilten Bildschirm spielbar ist.

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