Yakuza, das japanische GTA-Phänomen! Eine Serie im Überblick

(Special)

von Thomas Stuchlik (19. März 2011)

Im Sumpf des Verbrechens: Die andere Seite des Gesetzes übt auf Spieler offenbar eine magische Faszination aus. Das und eine offene Welt sind die Erfolgsgeheimnisse von Spielen wie Grand Theft Auto. In Japan trumpft dagegen eine ganz andere Unterweltserie groß auf, die nach ähnlichem Muster gestrickt ist. Taucht mit uns ein in die Welt der Yakuza und erfahrt jede Menge spannende Kuriositäten! Teil 4 ist übrigens gestern in Deutschland erschienen.

Ex-Yakuza und Hauptdarsteller Kiryu Kazuma.Ex-Yakuza und Hauptdarsteller Kiryu Kazuma.

In Fernost steht Grand Theft Auto 4 in Sachen Beliebtheit und Verkäufe hintenan, denn dort verkauft sich jeder neue Teil der Marke "Ryu Ga Gotoku" wie frische Onigiri. Wer mit diesen Begriffen nichts anzufangen weiss: Bei uns ist die Serie unter dem Namen Yakuza bekannt und unter japanischen Spielern ungefähr so beliebt wie besagte Reisbällchen. Grund genug, sich ein wenig tiefer mit der Serie zu befassen und die Faszination hinter der Yakuza-Welt zu begreifen.

"Wie ein Drache" lautet die direkte Übersetzung des japanischen Action-Adventures, das sich wie GTA zahlreiche Anleihen aus der Welt des organisierten Verbrechens holt. Die japanische Mafia mit deren konkurrierenden Familien und Klans spielt hier die Hauptrolle. Mitten in diesen Intrigen können sich nur die Härtesten behaupten - jemand wie Kiryu Kazuma. Der smarte wie großherzige Ex-Yakuza ist der fast ständige Hauptdarsteller der Reihe, der so manche Konflikte friedlich beenden konnte.

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Das Erfolgsgeheimnis

Schon vor zehn Jahren faszinierte Shenmue am Dreamcast mit realistischer Stadtkulisse.Schon vor zehn Jahren faszinierte Shenmue am Dreamcast mit realistischer Stadtkulisse.

Spielkonzept und Verkaufserfolg

Parallelen zu GTA finden sich vor allem im Spielkonzept, auch wenn Yakuza spielerisch nicht die Freiheit des westlichen Verbrecher-Epos aufbietet. Statt der komplett offenen Welt nimmt der Sega-Titel den Spieler japantypisch an die Hand und führt ihn dramaturgisch stimmig durch die Kapitel. Die Reihe greift zudem auf zahlreiche Facetten hauseigener Titel zurück. Neben einem Kampfsystem, das auf Virtua Fighter basiert, dient ein zehn Jahre alter Mammut-Titel als Vorlage: Der 2001 erschienene Titel Shenmue versetzte den Spieler in eine lebendige japanische Vorstadt mit allerlei Freiheiten und bösen Unterweltlern. Kommerziell war Shenmue ein Desaster. Die irrsinnig hohen Entwicklungskosten (geschätzte 70 Millionen Dollar) konnten nie eingespielt werden.

Sega hat dazugelernt, was die Verkaufszahlen bestätigen: 2009 gelangte Yakuza 3 mit über einer halben Million verkauften Exemplaren auf Platz 2 der japanischen Jahres-Verkaufs-Charts und platzierte sich hinter Final Fantasy 13 und noch vor Horror-Veteran Resident Evil 5. Jeder der vier Hauptteile kratzt an der Millionen-Marke, die drei Ableger-Teile erreichen zumindest moderate sechsstellige Verkäufe. Deswegen hat Hersteller Sega am bewährten Spielkonzept nur wenig verändert.

Weiter mit: Das Phänomen und Wie realitätsnah ist die Yakuza-Reihe?

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