Monster-Hunter-Serie: Das Geheimnis ihres Erfolgs

(Special)

von Max Wildgruber (26. Februar 2011)

Monster Hunter bricht in Japan alle Verkaufsrekorde. Warum? Die Ausbeute unserer Analyse: neun faszinierende Lektionen in Jägerlatein.

Egal wie groß eure Waffe in Monster Hunter Tri ist: Die Gegner sind größer.Egal wie groß eure Waffe in Monster Hunter Tri ist: Die Gegner sind größer.

Großwildjäger in aller Welt warten gespannt auf die Ankündigung von Monster Hunter Freedom 3. Die Mischung aus Monster Hunter Tri für Wii und dem PSP-Vorgänger Monster Hunter Freedom Unite ist in Japan der Kassenschlager schlechthin. Dennoch hält Capcom sich derzeit bedeckt, wann die Veröffentlichung im Westen ansteht. Um die Wartezeit zu verkürzen, werft einen Blick auf das Spielspaßskelett der prähistorischen Safariserie.

Fragt man Ryozo Tsujimoto, den Produzenten der meisten Monster-Hunter-Spiele, warum in seiner Serie überwiegend riesige Beutetiere auftauchen, hat er eine so pragmatische wie einleuchtende Antwort parat: "Weil wir die Spieler beeindrucken wollen. Ein Godzilla, der nur eineinhalb Meter groß ist, würde aber niemanden beeindrucken. Ist er dagegen 150 Meter hoch, sieht die Sache schon anders aus. Außerdem sind große Monster leichter zu treffen." Wer sein Riesenschwert in Monster Hunter Freedom Unite schon einmal minutenlang an der Krone des winzigen Königs der Shakalakas vorbeisausen sah, stimmt da sicherlich zu.

Dass Tsujimoto-san und sein Team auch selbstironisch mit dem Faktor Größe umgehen, beweist zum Beispiel das gigantische Besteck, mit dem euer Waidmann seine Mahlzeiten zwischen den Missionen einnimmt. Völlig unironisches Staunen überkommt aber selbst Meisterjäger im Angesicht der ganz großen Brocken: Wenn der gewaltige Fleischballon Yama Tsukami wie eine lebendige Waldinsel am Horizont auftaucht oder der titanische Drachenkaiser Alatreon am Ende von Monster Hunter Tri die Schwingen spreizt, geben auch abgebrühte Veteranen zu, dass es manchmal eben doch auf die Größe ankommt!

Dinosaurier in der Steinzeit? Warum nicht. So gibt es mehr zu jagen.Dinosaurier in der Steinzeit? Warum nicht. So gibt es mehr zu jagen.

Faszination: Unverbrauchte Steinzeit

Gerade im Vergleich mit den momentan für die PSP erscheinenden Monster-Hunter-Klonen wie Lord of Arcana oder Gods Eater Burst fällt auf: Das Szenario des Originals ist bemerkenswert unverbraucht. Wo die Kopien mit Fantasy- oder Endzeitklischees langweilen, begeistert Monster Hunter mit seiner ganz eigenen Interpretation der menschlichen Frühgeschichte. Historische Fakten prallen originell auf utopische und mystische Elemente. So setzen euch Missionen mit niedrigem Jägerrang öfters auf die Fährte der Pepes, großer, aber friedfertiger Pflanzenfresser. Hier standen offenbar die Jagden von Frühmenschen auf Mammuts Pate. Nicht von ungefähr ähneln manche Ladebildschirme oder die Monstersymbole in Missions-Beschreibungen den realen Wandmalereien von Mammutjagden in den Höhlen des Neandertals.

Ins Reich unhistorischer, aber verlockender Gedankenspiele führt uns das Szenario, wenn es das Beuteschema der Steinzeitmenschen auf damals bereits ausgestorbene Dinosaurier ausdehnt. Gerade in Japan gehören ein paar zünftige Riesenechsen aber einfach in ein gutes Urzeitszenario. Als Beispiel darf bereits das klassische Zeitreise-Rollenspiel Chrono Trigger aus dem Jahr 1995 gelten. Jetzt fehlen nur noch ein paar Vertreter aus der reichhaltigen Fauna der mythologischen Monster und fertig ist das aparte Monster-Hunter-Universum. Produzent Ryozo Tsujimoto ließ sich bei der Gestaltung der meisten drachenartigen Gegner nach eigener Aussage von der Sagenwelt des europäischen Mittelalters inspirieren.

Weiter mit: Natürliche Schönheit und Spiel mit Urinstinkten - der Sammeltrieb

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