Test Bulletstorm - Seite 2

Ihr rutscht in den Gegner und befördert sie in die Kakteen. Dafür gibt es jede Menge Punkte.Ihr rutscht in den Gegner und befördert sie in die Kakteen. Dafür gibt es jede Menge Punkte.

Tiefsinnige Geschichte

In der USK-Version macht das Kreativ-Töten bedingt Spaß. Ein Beispiel: Eine Art Tubine wartet auf eure Feinde. Ihr schnappt euch einen mit der Peitsche und tretet ihn dann mit voller Wucht in die Turbine. In der USK-Version spritzt nun weder Blut noch trennen sich irgendwelche Körperteile ab. Man mag von diesem Belohnungs-System halten was man will, aber durch die Schnitte ergibt die USK-Fassung spielerisch kaum noch Sinn.

Und das ist schade, denn eigentlich ist Bulletstorm einer frischer Shooter. Einer, der Humor groß schreibt. Und der Humor ist so schwärzer als jeder Kaffee. Dahinter verbirgt sich eine Geschichte, die sogar etwas Tiefgang besitzt und durch spannende Zwischensequenzen zur Geltung kommt. Ihr seid Teil des Dead-Echos-Team, einer Spezialeinheit von General Sarrano. Seit zwei Jahren tötet ihr Journalisten oder politische Gegner - so erzählt man euch zumindest. Irgendwann kommt ihr jedoch dahinter, dass all die getöteten Zielpersonen unschuldig waren. Sie waren Zivilisten. Ihr schwört gnadenlose Rache an General Sarrano und ab geht die Lutzi!

Dieser Endgegner hat es in sich.Dieser Endgegner hat es in sich.

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Prächtige Grafik dank Unreal Engine

In der Rolle von Grayson Hunt bringt ihr Sarranos Raumschiff auf dem Planeten Stygia zum Absturz. Und ihr macht dort auch gleich eine Bruchlandung. Blöd nur, dass anarchistische Gruppierungen Stygia kontrollieren. Und die sind nun mächtig böse! Die Gestaltung der Feinde ist einfach genial - Anarchisten-Punks, die scheinbar aus Mad Max entsprungen sind, wechseln sich mit fleischfressenden Pflanzen und anderem widerlichen Gesocks ab.

Dabei bietet Bulletstorm in jeder Minute Abwechslung. Schon zu Beginn feuert ihr an Bord eines Raumschiffs aus allen Kanonen, steuert einen Dino-Roboter mit Laser-Augen per Fernbedienung oder stellt euch einer riesigen Pflanze, die scheinbar zu viel Wasser bekommen hat. Selten zuvor war ein Shooter dermaßen abwechslungsreich und vereinte so viele spielerische Ideen miteiander - Genre-Größen wie Killzone 3 oder Call of Duty - Black Ops sollten sich eine Scheibe davon abschneiden. All das zeigt sich in der prächtigen Unreal Engine 3, die weitläufige Landschaften hervorragend in Szene setzt. Während die Effekte bombastisch aus den Boxen wuchten, ist die englische Synchronisation filmreif. Auch die deutschen Stimmen sind gelungen und vermitteln den wunderbaren Humor der durchgeknallten Charaktere. Wörter wie "Fuck" sind nicht in "Scheiße" übersetzt - es bleibt "Fuck". Und auch Begriffe wie "Pisswichse" verleihen dem Spiel eine charmante Thrash-Komponente.

Grafisch ist Bulletstorm auf höchstem Niveau. Die Intelligenz der Gegner im Gegensatz dazu jedoch nicht immer.Grafisch ist Bulletstorm auf höchstem Niveau. Die Intelligenz der Gegner im Gegensatz dazu jedoch nicht immer.

Alles ergibt Sinn

Anderes Beispiel: Eure Begleiterin Trishka warnt euch deutlich, leise zu sein. Kein Mucks! Doch was macht ihr? Richtig, ihr zertrümmert mit einem beherzten Tritt ein halbes Gebäude. Ein paar wüste Beschimpfungen später geht die Action auch wieder los. Dahinter präsentiert sich jedoch die tiefsinnige Geschichte, so dass das Spiel nicht zum sinnlosen Gemetzel verkommt. Sogar das Skill-Shot-System ergibt im Zusammenhang der Handlung einen Sinn. Einen erstaunlich erschreckenden Sinn. Alles im Spiel ergibt also Sinn.

Hier passt also alles zusammen. Hervorragende Grafik, Abwechslung ohne Ende, frischer Spielablauf, wahnwitzige Endgegner und grandioser Humor. Dennoch: Die Schnitte machen das Meiste davon zunichte und berauben das Spiel seines Spielgefühls, seiner Atmosphäre, seiner Identität.

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