Test Elder Scrolls 4 - Oblivion: Knights of the Nine

von Daniel Frick (27. November 2006)

Ein gutes halbes Jahr nach der Erscheinung des Spiels und nur kurz nach dem großen Konkurrenten "Gothic 3" erschien letzte Woche mit "Knights of the Nine" das erste offizielle Addon zum Rollenspielhit "Oblivion". Obwohl es sich eigentlich um kein "echtes" Addon handelt (wie wir euch im Artikel erklären werden), wird es Zeit, wieder nach Cyrodiil zurückzukehren und uns die versprochenen Ritter einmal aus der Nähe anzusehen.

Als Kreuzritter gilt es...Als Kreuzritter gilt es...

Vollwertiges Addon oder Plugin-Sammlung?

Zunächst gilt es wie gesagt festzuhalten, dass "Knights of the Nine" kein Addon im eigentlichen Sinne ist. Schon bald nach der Veröffentlichung der Vollversion bot Entwickler Bethesda ersten neuen Content gegen Bezahlung zum Download an. Neben der namensgebenden, umfangreichen Geschichte um einen untergegangenen Ritterorden ist nun der Großteil dieser downloadbaren Inhalte auf der DVD versammelt: "Die Pferderüstung", "der Magierturm", "das Planetenmodell" u.a. sowie die etwas umfangreicheren Quests "Diebesnest" (Piratenschiff) und "Mehrunes Rasiermesser", in dem man in einer bewohnten, unterirdischen Stadt nach einem mächtigen Dolch sucht. Während die kleineren Plugins für 1,99 $ zu haben waren, kostet der Download von "Knights of the Nine" 9,99 $. Für Sparfüchse dürfte sich also der Download rein finanziell eher lohnen, denn die "Knights of the Nine" DVD kostet um die 25 €. Vorteil an diesem System: Wer sich schon Plugins gekauft hat, kann nur das herunterladen, was er noch nicht hat. Die Inhalte der DVD lassen sich einzeln installieren, nachdem man den ebenfalls mitgelieferten offiziellen ersten Patch installiert hat. Nach Beginn des Spiels erst mal Ernüchterung. Fehlanzeige, wenn man erwartet hatte, dass die vielfach gerügten Übersetzungs- und Schriftfehler endlich korrigiert wurden. So muss man wohl sagen, dass die Kritik der Community berechtigt scheint, die den Entwicklern aufgrund von Marketing und Service immer wieder Abzocke vorgeworfen hatte.

...den bösen Umariel zu besiegen...den bösen Umariel zu besiegen

Knights of the Nine

Doch genug der Grundsatzkritik, schließlich wollen wir wissen, ob die Qualität des Inhalts die Kritik wieder wett macht, denn Cyrodiil hat eine neue Bedrohung: Die Kirche in Anvil wurde von merkwürdigen Wesen angegriffen und nun predigt ein mysteriöser Prophet den erneuten Untergang. Von ihm erfahrt ihr, dass der mächtige Daedra-Fürst Umariel einst von dem mächtigen Ritter Pelagin herausgefordert wurde. Doch Sir Pelagin konnte den Bösewicht nur körperlich besiegen, seine Seele kehrte nach Oblivion zurück und erhielt einen neuen Körper. Nun scheint er wieder in Cyrodiil aufgetaucht zu sein und bedroht die Tempel der Götter und mit ihnen alle Gläubigen. Die einzige Möglichkeit ihn endgültig zu besiegen liegt darin, nicht nur seinen Körper, sondern auch seine Seele zu töten. Doch dazu braucht es einen von den Göttern geweihten, furchtlosen Ritter, der mit den heiligen Reliquien ausgestattet, eine Chance auf den Sieg haben könnte. Doch der Orden der Neun ist schon vor langer Zeit untergegangen und die Reliquien verschollen. Keine Frage, dass ihr euch dieser Bürde annehmt. In insgesamt 11 Quests begegnen euch viele neue Charaktere, Waffen und Dungeons und ihr könnt natürlich der neuen Fraktion der Kreuzritter beitreten.. Einen geübten Spieler mit guter Highlevel Ausrüstung beschäftigt die gesamte Geschichte ungefähr 6-8 Stunden. Darin macht sich allerdings jede Menge greifbare Rollenspielatmosphäre breit, für die "Oblivion" so oft gelobt wurde. Das einzige, was ich wirklich zu kritisieren habe, ist der Schwierigkeitsgrad. Der ist viel zu leicht und birgt nur dann Herausforderung, wenn man ihn auf die schwerste Stufe stellt.

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