L.A. Noire (360)
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L.A. Noire: Eine Mordserie zum Verlieben
Spiele erreichen mitnichten das Niveau von Kinofilmen. Weder sehen sie genauso realistisch aus, noch transportieren sie Gefühle im gleichen Maß. Nur wenige Ausnahmen durchbrechen diese Regel. Mit L.A. Noire könnte eine weitere hinzukommen. Zumindest versucht das Rockstar-Spiel ausgelatschte Pfade zu verlassen. Euch erwartet ein waschechter Krimi. Wir haben vorab einen der über 20 Fälle für euch gelöst. Von Joachim Hesse
Kennt ihr "Lie to me"? Die Fernsehserie mit dem Besserwisser, der anhand eines Lidschlags erkennt, ob jemand lügt? Menschenkenntnis heißt diese Eigenschaft weniger wissenschaftlich begründet. Und Menschenkenntnis bringt euch auch in L.A. Noire weiter. Bei Gesprächen.
Ihr spielt Cole Phelps. Kriegsheld und Angestellter der Polizei von Los Angeles. Es ist das Jahr 1947. Das erklärt auch, weshalb Mafia-Veteranen die Umgebung bekannt vorkommt. Es sind die Limousinen der Nachkriegsjahre, die ohne Rücksicht auf Benzinverbrauch durch die Straßen gondeln. Die gleiche Art von Reihenhäuschen an denen bereits Tommy Angelo und später Vito Scaletta vorbeigetuckert sind. Auch in L.A. Noire kurvt ihr ohne Schranken durch die Innenstadt. Trotzdem erwartet euch kein GTA. Die Fälle, die ihr löst, bleiben linear. Von Nebenhandlungen und der übergreifenden Mission "Finde alle Sehenswürdigkeiten der Stadt" einmal abgesehen. Alles steht in einem größeren Zusammenhang. Es ist die Zeit des Wirtschaftswachstums, der Hollywood-Schinken und eines Serien-Mörders.
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