Test Alcatraz - Die Gefängnissimulation: Der Horror-Knast

von David Dieckmann (17. März 2011)

Ob Zugführer, Abschleppwagenfahrer oder Achterbahnbauer - heutzutage gibt es zu beinahe jedem Beruf ein Simulationsspiel. Mit Alcatraz könnt ihr nun in das Leben eines Gefängniswärters eintauchen. Und so viel sei gesagt: Dieser Job ist anscheinend vor allem eins: Langweilig!

In Alcatraz steuert sich das Meiste über Textfester.In Alcatraz steuert sich das Meiste über Textfester.

Alcatraz - Die Gefängnissimulation stammt vom selben Herausgeber wie zum Beispiel der Lowrider Simulator oder der Abschleppwagen Simulator 2010 . Spielerisch befindet sich der Titel auf einem ähnlichen Niveau wie seine Brüder: An der Grenze des Zumutbaren. Ihr schlüpft in die Rolle eines Gefängniswärters des berühmten Inselgefängnisses. Über langweilige Textfenster stellt ihr Wärter, Wachhunde und Personal ein. Diese treffen zweimal am Tag mit einem Schiff zusammen mit neuen Gefangenen auf der Insel ein.

Außerdem könnt ihr auf dem Gefängnisgelände eine Handvoll Gebäude wie Wachtürme, Gefängniszellen und Krankenzimmer bauen. Erstere steigern die Sicherheitsstufe eures Gefängnisses. Denn ohne eine hohe Sicherheitsstufe brechen Gefangene aus und flüchten. Zur Erinnerung: Alcatraz ist eine Gefängnisinsel, umgeben von Klippen und tödlicher Brandung. Eine Flucht fällt schwer.

Dank statischer Kamera könnt ihr den obersten Zellenblock nur schwer bebauen.Dank statischer Kamera könnt ihr den obersten Zellenblock nur schwer bebauen.

Normaler Knastalltag?

Damit eure Gefangenen sich vor Langeweile nicht die Köpfe einschlagen, brauchen sie eine Beschäftigung. Dazu baut ihr in einem eigens dafür vorgesehenen Raum Werkbanken, mit denen die Insassen Kleidung, Schuhe oder Werkzeug herstellen. Im Anschluss weist ihr ihnen Aufgaben zu. Sämtliche Aktionen dieser Art nehmt ihr über eintönige Textfenster vor.

Zudem braucht ihr einen Psychiater, der sich um die geistigen Weh-Wehchen eurer Gefängniswärter kümmert. Die werden nämlich wütend, wenn sie nicht genügend Freizeitbeschäftigung geboten bekommen. Vielleicht liegt es aber auch bloß an ihrem hässlichen, statischen Erscheinungsbild. Der Wärteralltag besteht hauptsächlich darin, über das Gelände zu spazieren und ab und zu eine Kaffeepause zu machen. Nervtötendes Gedudel in einer Endlosschleife untermalt das Treiben. Effekte fehlen in der Musikkulisse komplett.

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